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18:27 26.10.2013
Hubertus Jelkmann (l.) und Bernd Bornemann bei der Vernissage am Freitagabend. Quelle: Heiko Pump

Die Hafenschuppen, die Kräne, die Brücken und die Kirchtürme — wir kennen sie alle, sehen täglich das, was Lübeck so besonders macht. Aber nehmen wir die historischen Bauwerke auch tatsächlich wahr? Der aus Emsdetten bei Münster stammende Künstler Hubertus Jelkmann hat bei seinen Besuchen in Lübeck den Blick auf den maritimen Charakter der alten Hafenstadt in Skizzen festgehalten und das, was wir oft nur am Rande wahrnehmen oder sogar übersehen, mit den Augen eines Touristen zu Papier gebracht.

Seine kleinformatigen Zeichnungen hat der Künstler jetzt im „Salon Utopia“ von Bernd Bornemann in der Aegidienstraße 35 vorgestellt. 50 Besucher drängten sich in der kleinen schmucken Galerie. Jelkmanns feiner Strich erzeugt beim Betrachter eine dreidimensionale Optik. Seine Kompositionen städtischen Interieurs, Verbindendes und Trennendes, seine Beziehungen und Brüche zeigen Schönheit und Morbidität im Zusammenhang und im Detail. Die Idee zu dieser Lübeck-Serie war Jelkmann vor fast 20 Jahren gekommen, als er im Rahmen seine Diplomarbeit die Figuren des Marionettentheaters in einem Lagerraum der alten Hafenschuppen zeichnete. „Das waren magische Momente“, erzählt der Künstler. „Umgeben von den Marionetten, hatte ich nie das Gefühl allein zu sein.“

Der tägliche Blick auf den Hafen habe ihn dann zu den Skizzen veranlasst und seine Liebe zu Lübeck entstehen lassen.

Bornemann wäre nicht Bornemann, wenn er die Vernissage in seinem „Salon Utopia“ nicht für eine Botschaft genutzt hätte. Die Bilder Jelkmanns regen bewusst zum Nachdenken darüber an, was aus dem Hafen mit der Kailine werden soll. Für den musikalischen Rahmen der Ausstellungseröffnung sorgten Ria Bredemeyer und Olaf Meixner mit Liedern von Brecht und Brel. Die Zeichnungen sind bis Jahresende donnerstags von 17 bis 20 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung unter 04 51/ 73 076 zu sehen.

hp

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