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Lokales Lübeck Lübeck sucht Delegierte für die Jugend-Hanse
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21:17 17.05.2017
Auf den Internationalen Hansetagen wie hier in Lübeck 2014 kommen junge Delegierte aus etlichen Städten zusammen. Quelle: Foto: Lutz Roessler

Dieser Job klingt verlockend: Internationale Hansetage besuchen, Kontakt zu Jugendlichen aus Europa knüpfen, in Workshops mitarbeiten – und das alles, ohne einen Cent dazu zu bezahlen. Das Lübecker Hansebüro, der Lübecker Jugendring und das Stadtschülerparlament suchen händeringend junge Leute, die Delegierte für die Jugend-Hanse (Youth Hansa) werden wollen. „Bisher wurde dieses Amt quasi vererbt“, sagt Jugendring-Geschäftsführer Pito Bernet. Das soll jetzt anders werden. Gesucht werden Jugendliche, die etwas tun wollen. Problem:

„Die Jugend-Hanse ist bei Jugendlichen nicht bekannt“, berichtet Stadtschülersprecherin Britta Ingwersen.

„Die Erwartungen an die Delegierten waren bisher ungenau formuliert und ein bisschen beliebig“, erklärt Bernet. Hansebüro, Stadtschülerparlament und Jugendring haben sich im März auf Kriterien geeinigt, die die Bewerber erfüllen müssen. Dazu gehört, dass sie Englisch sprechen, sich für Geschichte interessieren, Spaß an internationalen Projekten haben, sich für zwei Jahre als Delegierte verpflichten, weltoffen und teamfähig sind und bereit sind, an das Stadtschülerparlament und den Jugendhilfeausschuss der Bürgerschaft zu berichten. Laut Satzung der 1998 gegründeten Youth Hansa müssen die Jugenddelegierten mindestens 16 Jahre alt sein und nicht älter als 25.

Zuletzt stellte Lübeck eine Delegierte, jetzt werden drei gesucht. Vom 15. bis 18. Juni tagt die Hanse im niederländischen Kampen. Im nächsten Jahr geht es nach Rostock. Die Teilnahmegebühr, in der Kost und Logis enthalten sind, und die Fahrkarten zahlt die Hansestadt. Bis zum 2. Juni müssen die Bewerbungen vorliegen – entweder schriftlich im Hansebüro, Breite Straße 62, Rathaus oder per E-Mail (hansebuero@hanse.org). Am 6. Juni sollen sich die Bewerber dem Stadtschülerparlament vorstellen (17 Uhr, Diele in der Mengstraße). Das Stadtschülerparlament wählt dann die drei Delegierten aus.

Alle Hansestädte können Jugenddelegierte zu den Hansetagen schicken. Tino Wunderlich, zuständiger Sachbearbeiter in der Bürgermeisterkanzlei: „Holländische Städte schicken auch schon mal zehn Jugendliche, auch Lippstadt ist immer stark vertreten.“ Pito Bernet, Geschäftsführer des Kreisjugendrings, wünscht sich mehr finanzielles wie personelles Engagement der Hansestadt. Es mache keinen guten Eindruck, wenn ausgerechnet das Haupt der Hanse bei den Jugendlichen nicht so stark vertreten sei. Bei den erwachsenen Delegierten gibt es übrigens keinen Mangel an Mitreisenden.

Für Stadtschülersprecherin Ingwersen ist es auch wichtig, dass Wissen der Lübecker Jugend über die Hanse auszubauen. Ingwersen: „In meiner Schulzeit war Hanse kein Thema.“

dor

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