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21:12 20.07.2016
Kameramann Frank Küpper (r.) nimmt Anna Maria Mühe (30, l.) ins Visier. Für die Dreharbeiten gestaltete die Filmcrew des ZDF das Peter-Rehder-Haus kurzerhand zum Kommissariat um. Quelle: Fotos: Brandt, Zdf (2)

Ein einfaches „Dreh ab“ ist an Lübecks Hafen unterhalb der Büroräume der Media Docks zu vernehmen. Kameramann Frank Küpper hat sich und sein Arbeitsgerät längst in Position gebracht. Er drückt den Aufnahmeknopf und bewegt sich auf einem mobilen Stuhl auf Schienen an der Wasserlinie entlang. Auf seinem Sucherbild erscheint eine attraktive Blondine. Begleitet von einem mit Akten beladenen Mann eilt sie, das Handy am Ohr, auf einen schwarzen Mercedes zu. Noch während sie telefoniert, öffnet sie den Kofferraum. Dann beendet ein Zwischenruf die Szene.

Schauspielerin Anna Maria Mühe ermittelt im zweiten Teil der ZDF-Filmreihe „Solo für Weiss“ in der Hansestadt.

„Schnitt – gleich noch einmal“, ruft Regisseur Thomas Berger und nimmt einige Änderungen vor.

Die Hansestadt ist seit Sonntag Bühne für den 90-minütigen ZDF-Krimi „Solo für Weiss“. Unter dem Arbeitstitel „Der Pakt des Schweigens“ arbeitet eine aus mehr als 40 Mitarbeitern bestehende Crew am Dreh des zweiten Teils der Filmreihe. Wie bereits im ersten Teil „Das verschwundene Mädchen“, der im August 2015 produziert wurde (die LN berichteten), ermittelt Anna Maria Mühe als Nora Weiss, Zielfahnderin der Kriminalpolizei. Die Hansestadt als Kulisse wählte das Filmteam mit Bedacht aus. Produktionsleiterin Andrea Bockelmann verrät: „Lübeck haben wir uns als Drehort ausgesucht, weil es im Gegensatz zu Hamburg das malerische Bild einer Kleinstadt abgibt.“

Wieder läuft die Kamera, die Szene an der Kaikante wird wiederholt. Nach dem sechsten Durchlauf ist Berger mit den Aufnahmen zufrieden. Der ganze Filmtrupp zieht weiter; Requisiteure und Tontechniker, Regie- und Kamerateam bewegen sich in Richtung Drehbrücke. Hauptdarstellerin Mühe bleibt nur ein kurzer Moment für ein Lächeln und ein kurzes Gespräch, schon muss sie sich für die nächste Szene umziehen.

Unterdessen ziehen Requisiteure Teile einer weißen Klebefolie von der Backsteinwand ab, so dass nur noch die Buchstaben „Polizei“ sichtbar bleiben. Drei Einsatzfahrzeuge fahren vor, das Hafengebäude an der Trave wird wie in Teil eins zum Kommissariat umfunktioniert. Viele weitere Schauplätze wird der aufmerksame Hansestädter wiedererkennen. Drehorte wie die Jakobikirche, die Schiffergesellschaft, das Hansemuseum oder die Große Petersgrube sind längst im Kasten. Die in Lübeck spielende Handlung wird zudem um in Hamburg, Kiel und Helmstedt gedrehte Szenen ergänzt. Beide „Solo für Weiss“-Filme werden im November im ZDF ausgestrahlt.

Teil zwei von Solo für Weiss – Pakt des Schweigens

In der Fortsetzung der „Solo für Weiss“-Filmreihe findet Zielfahnderin Nora Weiss (Anna Maria Mühe) vor ihrem Haus eine Leiche in einem abgestellten Wagen. Gemeinsam mit Kommissar Simon Brandt (Jan Krauter) von der Mordkommission ermittelt sie im Umfeld des Opfers Thorsten Jensen. Ein junger türkischer Angestellter des Ermordeten, Murat Kaymaz (Emilio-Sakraya Moutaoukkil), ist seit der Tatnacht auf der Flucht. Doch auch der ehemalige Busfahrer Niels Franke (Rainer Piwek) rückt immer stärker ins Visier der Ermittler.

Weiss und Brandt greifen auf die Hilfe ihres Vorgesetzten Jan Geissler (Peter Jordan) zurück. Mit ihm hat sie immer wieder Auseinandersetzungen, aber auch eine heimliche Leidenschaft verbindet die beiden.

Christoph Brandt

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