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Lübeck Lübecker Abiturient will Schüler in China unterrichten
Lokales Lübeck Lübecker Abiturient will Schüler in China unterrichten
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22:15 10.09.2013
Hier sitzt Janek Bresch (19) noch an der Trave und bereitet sich auf sein China-Abenteuer vor. Quelle: Foto: Elena Vogt

Er wird Nudelsuppe zum Frühstück essen, Englisch unterrichten und das erste Mal ein Zimmer weit weg von zu Hause beziehen: Janek Bresch (19) lebt ab morgen für ein Jahr in China. „Da ist alles ganz anders“, sagt er an einem seiner letzten Tage in Lübeck. In der LN schreibt er zukünftig über seine neue Heimat und die Herausforderung, sich in einer fremden Kultur zurecht zu finden.

„Ich werde meine eigenen Grenzen kennen lernen“, sagt der junge Mann. „Darauf freue ich mich.“ Im Sommer büffelte er noch für das Abitur am Johanneum, jetzt beginnt in Guanyin, im Südosten Chinas, sein bisher größtes Abenteuer. 8000 Einwohner hat die Stadt, aber wie er genau wohnen wird, weiß er noch nicht. „Am Anfang soll es noch echt frustrierend sein, weil man sich nicht verständigen kann.“

Auch wenn er Kaligraphie schon immer spannend fand, beherrscht er bisher kein Wort in chinesischer Sprache. Aber nach ein paar Monaten, so hofft er, wird er die wichtigsten Wörter können. „Die Austausch-Organisation Kultur-Life wird uns in den ersten zwei Wochen eine Einführung in die Kultur und Sprache geben.“ Zwölf junge Deutsche gehen mit der Organisation in das fremde Land.

Und dann geht es auch schon los: „Ich werde Schülern Englisch beibringen.“ Es seien Mitglieder der lokalen Minderheit Yao, die er an der Central School Of Guanyin Village unterrichten wird. 40 Stunden pro Woche steht in seinem Vertrag. Das Alter der Schüler und die Größe der Klasse kennt er bisher nicht. „Zur Vorbereitung habe ich mir Filme und Zeitungen auf Englisch angeguckt.“ Aber es ist nicht sein Ziel, den Schülern perfektes Englisch beizubringen. „Ich will ihr Interesse und den Spaß am Sprechen wecken.“ Denn die Mädchen und Jungen haben sonst wenige Möglichkeiten, die Fremdsprache gut sprechen zu lernen. „Ihre Lehrer haben einen sehr starken Akzent, viele kennen Englisch nur aus Büchern.“

In den letzten Wochen seines Aufenthaltes möchte er sich noch einen Traum erfüllen: „Ich will unbedingt Pandabären sehen, denn das sind meine Lieblingstiere.“ Auf seinem Plan stehen außerdem die Chinesische Mauer und die Großstädte Peking und Shanghai. „Den Kontakt zu Freundin, Freunden und Familie werde ich über Skype halten.“ Über einen Computer-Server, der in einem anderen Land angemeldet ist, hofft er sich bei Facebook anmelden und so die staatliche Zensur umgehen zu können. „Wenn ich im August 2014 wiederkomme, möchte ich Maschinenbau studieren.“ Aber das liegt erstmal noch in weiter Ferne.

Elena Vogt

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