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Lübeck Regionalentscheid für Sacred Tractus
Lokales Lübeck Regionalentscheid für Sacred Tractus
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12:13 10.10.2018
Fetzen im Probenraum mit „Someday“ ordentlich los: Marius (v. l.), Claudio, Marcel, Marvin und Kai. Quelle: 54° / Felix König
St. Lorenz Süd

Kopfsteinpflaster, Schlaglöcher, halbverfallene Bahnschuppen: Irgendwo im Nirgendwo endet die Fahrt am Güterbahnhof. Ein Telefonat und einen Abhol-Service später ist es geschafft: Vor uns liegt eine Halle, in der Bastler Autos und alles mögliche andere reparieren. Ganz am Ende ein kleiner Raum, ausgekleidet mit ganz viel dunklem Teppich, ausgestattet mit einer kleinen Sitzgruppe und so etwas wie einer Mini-Bühne, auf der die Instrumente stehen. Am Tisch: die fünf Jungs der Lübecker Band Sacred Tractus.

Noch nie was von der Band gehört? Gut möglich, könnte sich aber bald ändern. Denn erst haben sie das Stadtfinale des SPH-Bandcontests in Hamburg gewonnen, dann wurden sie beim Ostsee Resort Festival in Damp Zweiter – und erhielten als Preis wertvolle Studiozeit. Kommenden Sonnabend, 13. Oktober, treten Sacred Tractus im Hamburger „Indra“ beim Regional-Finale an.

Band will sich zeigen

In heutiger Formation – zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug, Background- und Lead-Sänger – gibt es die Band seit 2015, vorher spielten drei der jungen Lübecker in einer anderen Band. „Erst haben wir bei Privatfeiern gespielt, in Kiel, Hamburg und auch einmal in der ,Weltwirtschaft’ in Lübeck“, sagt Drummer und Background-Sänger Marcel Haufe (26). Beim Stereopark-Festival hatte sich Sacred Tractus beworben, wurde aber nicht ausgewählt. Dass sie sich beim SPH-Bandcontest bewarben, erklärt Lead-Sänger Claudio Ciulla (35) damit, „dass wir uns einfach mal zeigen wollten.“

Tickets und mehr

Einen brandneuen Trailer zum Contest am 13. Oktober haben Sacred Tractus von Moritz Dörner, bekannt auch unter dem Namen Moritz Bildsturm, erstellen lassen. Das Video sehen Sie hier.

Das Regional-Finale findet im Hamburger „Indra“, Große Feiheit 64, statt. Einlass ab 19 Uhr. Tickets kosten zehn Euro und sind bei Marcel Haufe, Telefon 01 77/740 61 03, bei Facebook, unter www.sph-bandcontest.de oder eventuell noch an der Abendkasse erhältlich.

Wer einen Probenraum für Sacred Tractus zur Verfügung stellen kann oder einen Tipp hat, kann sich ebenfalls bei Marcel Haufe (Kontakt siehe oben) melden.

Das tat die Band, die ihren Stil als „Crossover-Rock“ bezeichnet, mit Erfolg. Traten sie anfangs noch mit Cover-Songs auf, sind es inzwischen durch die Bank eigene, englischsprachige Songs. „Marcel ist unser Songwriter“, sagt Bassist Marvin Isler (26), „viele seiner Songs sind sehr lyrisch“, findet Claudio.

Lyrische, selbstgemachte Texte

Die Themen reichen von der Suche nach einer seelenverwandten Person über Liebe und Trennung bis hin zur Gesellschaftskritik. Die Gitarristen Marius Kailuweit (24) und Kai Groß (27) überlegten sich dann die Akkorde, und Stück für Stück entstehe dann die Musik zum englischen Text, erklärt Claudio die Entstehung der Songs. Kurzfristig hätten sie einmal in Erwägung gezogen, deutsche Texte zu schreiben und zu singen, aber irgendwie habe es nicht gepasst.

Keine Grenzen nach oben

Alle fünf Mitglieder sind berufstätig oder studieren, feste Probenzeiten haben sie nicht. Vor dem Contest am kommenden Sonnabend werden sie allerdings noch proben, denn schließlich haben sie noch einiges vor. Wenn die Musik eines Tages zum Beruf würde, hätte keiner von ihnen etwas dagegen: „Es geht soweit, wie’s möglich ist“, sagt Marvin, und Marcel macht klar: „Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man sich keine Grenzen setzen.“

Große Fan-Base

Beim Regionalentscheid rechnen sie sich ganz gute Chancen aus: Denn die Jury des Veranstalters entscheidet nur zu 50 Prozent, die andere Hälfte obliegt dem Publikums-Urteil. „Wir haben eine recht große Fan-Base“, sagt Marcel, „so rund 100 Leute.“ Beim Stadtentscheid habe Sacred Tractus im Publikums-Voting „weit vorn gelegen“. Aber: Am 13. ist es ein anderes Publikum, insgesamt acht starke Bands – ein anderes Kaliber als beim Stadtentscheid – treten gegeneinander an. Dennoch ist Claudio zuversichtlich. „Wir treten mit unseren absoluten Krachern an.“ Und dann geben die Fünf eine kleine Kostprobe mit ihrem Song „Someday“ – das haut ordentlich rein im kleinen Probenraum.

Wermutstropfen Probenraum

Der Raum, den Marvin und Marcel Weihnachten 2011 hergerichtet haben, ist das Problem: Ende des Jahres muss Sacred Tractus ihn aufgeben, zum 31. Dezember ist gekündigt worden, weil das Areal am Güterbahnhof bebaut werden soll. In der „Musikkaserne“ an der Schwartauer Allee stehen sie seit geraumer Zeit auf der Warteliste . . .

Sabine Risch

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