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Lübeck Bürgerschaft: SPD will die Große Koalition
Lokales Lübeck Bürgerschaft: SPD will die Große Koalition
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15:16 08.12.2018
Lübecker Bürgerschaft: Eine Große Koalition soll die Geschicke der Stadt lenken. Dafür hat sich die SPD jetzt entschieden. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
Lübeck

Die Entscheidung steht: Die SPD will eine Große Koalition. Das hat der Kreisvorstand am Sonnabend entschieden. Jetzt starten die Kooperationsgespräche mit der CDU. Der Vertrag soll dann am 23. Februar vom SPD-Kreisparteitag abgesegnet werden. Somit wird es in Lübeck keine Ampel aus SPD, Grünen und FDP geben.

Fast alle Genossen für die Groko

Vier Stunden haben die Genossen in der kleinen Börse im Erdgeschoss des lübschen Rathauses zusammengesessen. Das Ergebnis: Im SPD-Kreisvorstand hoben neun Genossen die Hand für eine Große Koalition, einer für eine Ampel – bei einer Enthaltung. „Es ist ein sehr eindeutiges Votum“, sagt SPD-Kreischef Thomas Rother. Zuvor hatte die Fraktion eine ähnliche Empfehlung abgeben. Neun Genossen stimmten für die Große Koalition, einer für eine Ampel – und zwei Genossen wollten nur mit den Grünen verhandeln.

Stabilere Mehrheit

Zwei Punkte haben bei der SPD den Ausschlag für eine Große Koalition gegeben. Nummer eins: eine klare Mehrheit. SPD und CDU haben zusammen 26 Sitze und eine Zwei-Stimmen-Mehrheit. In einer Ampel kommen SPD, Grüne und FDP nur auf 25 Stimmen. Aber vor allem: Die Grünen haben ein schwer einschätzbares Mitglied in ihren Reihen – Bastian Langbehn von der Satire-Gruppe „Die Partei“.

Bürgerschaft: So ist die Sitzverteilung seit der Kommunalwahl im Mai 2018. Quelle: Jochen Wenzel

Mehr Wohngebiete

Nummer zwei: das Thema Wohngebiete. SPD und CDU wollen mehr davon in Lübeck haben. Sie sind bereit, dafür auch Landschaftsschutzgebiete aufzugeben. Das wäre in einer Ampel schwierig geworden mit den Grünen. Denn sie wollen Landschaftsschutzgebiete erhalten und auch aus ehemaligen Kleingärten neue Erholungsflächen machen, keine Wohngebiete.

CDU freut sich

Jetzt starten die Kooperationsgespräche zwischen SPD und CDU – sieben Monate nach der Kommunalwahl. Große Freude bei den Christdemokraten: „Das ist ein gutes Signal“, erklärt Kreischef Carsten Grohmann. Und Fraktionschef Oliver Prieur sagt: „Eine Große Koalition ergibt eine stabile Mehrheit in der Bürgerschaft.“

Josephine von Zastrow

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