Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Lübecker Kreuzweg: 1000 Gläubige am Karfreitag erwartet
Lokales Lübeck Lübecker Kreuzweg: 1000 Gläubige am Karfreitag erwartet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:13 11.03.2016
Werben für den Kreuzweg: Björn Engholm (v. l.), Lutz Jedeck, Franz Mecklenfeld und Stefan Schmidt. Quelle: Katharina Bambenek

Es ist der älteste Kreuzweg Deutschlands, den Gläubige am Karfreitag in Lübeck begehen. 1000 Pilger werden am 25. März um 10 Uhr in der Jakobikirche erwartet. „Es freut uns sehr, dass in den vergangenen Jahren so viele Menschen mit uns gingen“, sagt Jakobi-Pastor Lutz Jedeck. „Vor allem, wenn man bedenkt, dass wir vor zehn Jahren noch mit etwa 200 Gläubigen unterwegs waren. Inzwischen sind wir die größte öffentliche religiöse Feier in ganz Schleswig-Holstein.“

Mitorganisator Stefan Schmidt, Flüchtlingsbeauftragter des Landes Schleswig-Holstein, überrascht die stark gestiegene Zahl der Pilger nicht: „Wenn man einmal dabei war, kommt man eben die nächsten Jahre zusammen mit seinen Freunden wieder.“ Das Besondere am lübschen Kreuzweg ist, dass evangelische und katholische Gläubige gemeinsam gehen. Die Gemeinden St. Jakobi und Herz Jesu organisieren die Veranstaltung Hand in Hand. „Den Weg mitzugehen, ist daher nicht nur ein Bekenntnis zu den christlichen Werten, sondern auch zu den konfessionellen Gemeinsamkeiten“, sagt Björn Engholm, ehemaliger Ministerpräsident Schleswig-Holsteins.

Der 1650 Meter lange Kreuzweg führt von St. Jakobi über das Burgkloster und den Gustav-Radbruch- Platz bis zum Jerusalemsberg. Dieses Jahr steht der Weg unter dem Motto „Werke der Barmherzigkeit“. Im christlichen Glauben werden die sieben leiblichen und geistigen Werke als Art der Nachfolge Jesu betrachtet und sind Ausdruck von Hilfe bei körperlichen oder seelischen Nöten. Als geistiges Werk der Barmherzigkeit gilt im Christentum, „Unwissende zu lehren und Trauernde zu trösten“.

Der Kreuzweg selbst ist der „Via Dolorosa“ in Jerusalem nachempfunden. Diesen Weg soll Jesus nach seiner Verurteilung durch Pontius Pilatus bis zum Ort der Kreuzigung gegangen sein. In Lübeck werden an fünf Kreuzwegstationen Kurzansprachen gehalten, um an die Leiden Christi bei seiner Kreuzigung zu erinnern. „Der Kreuzweg in Lübeck hat eine doppelte Kraft“, sagt Propst Franz Mecklenfeld. „Zum einen feiern wir den Todestag Christi, zum anderen entsteht daraus eine Botschaft für die Stadt. Wir bringen christliche Traditionen auf die Straße und in den Alltag der Menschen hinein.“

Katharina Bambenek Mehr Informationen zu dem ältesten deutschen Kreuzweg gibt es in der neuen Broschüre „Lübecker Kreuzwege“, die in St. Jakobi und Herz Jesu für 3,50 Euro erhältlich ist.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Eine peinliche Termin-Absage.

11.03.2016

Die Stadt setzt ein Zeichen gegen Plastikmüll: Ab 2017 werden städtische Betriebe und Einrichtungen keine Plastiktüten mehr in den Umlauf bringen.

11.03.2016

Von abstrakt bis surrealistisch: In der Rotunde der Musik- und Kongresshalle (MuK) öffnete gestern am späten Nachmittag unter dem Motto „Tor zur Kunst“ die 15. Kunstmesse „HanseArt Lübeck“ ihre Tore.

11.03.2016
Anzeige