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Lübeck Das lange Warten auf neue Schulräume
Lokales Lübeck Das lange Warten auf neue Schulräume
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15:31 09.03.2019
Ein Wasserschlauch platzte, vier naturwissenschaftliche Räume der OzD liefen voll. Drei Jahre später werden sie saniert. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
Lübeck

 Mit vier bar Druck lief das Wasser aus dem geplatzten Schlauch einer Geschirrspülmaschine, die der Caterer des Gymnasiums benutzte, aus. Über Stunden. Die ganze Nacht. Erst am nächsten Morgen bemerkten Putzkräfte das Malheur. Da standen vier Räume bereits unter Wasser. Am schlimmsten traf es die Chemieräume der OzD, die unter den ebenfalls unter Wasser gesetzten Physikräumen liegen.

Zentimeter hoch habe das Wasser gestanden, berichtete OzD-Schulleiter Oliver Schaefer. Die Räume wurden sofort gesperrt, weil sich Teile der Decke lösten und auf die Tische und Stühle fielen. Die alten Schränke hatten Wasser gezogen. Der Bereich Schule und Sport schätzte, dass der Schaden in die Hunderttausende gehen könnte.

Oliver Schaefer, Schulleiter der Oberschule zum Dom (OzD): „Wir freuen uns auf die neuen Räume.“ Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

Das haben die Politiker jetzt schwarz auf weiß. 751 000 Euro kostet die Erneuerung der Chemieräume und noch einmal 508 000 Euro die Sanierung der Physikräume. Die Versicherung hat nach Angaben der Verwaltung nur einen Teil bezahlt und für das Mobiliar gar nichts. „Wir haben die Räume Anfang 2017 provisorisch für den Unterricht hergerichtet“, erklärt Friedrich Thorn, Bereichsleiter Schule und Sport, „anschließend erfolgten statische Untersuchungen.“

Die naturwissenschaftlichen Räume werden nach modernen Standards neu gestaltet, ein kleiner Chemieraum wird erweitert. Die Schule habe sich mit den Widrigkeiten durch den Wasserschaden arrangiert, sagt Schulleiter Oliver Schaefer auf LN-Anfrage, der Unterrichtsausfall habe sich in Grenzen gehalten. Schaefer: „In den Sommerferien geht die Sanierung los, wir freuen uns auf neue Räume.“

Im Dezember 2017 zeigten Schulleiterin Grit Sabelus und Elternvorsitzender Olaf Nevermann die altertümliche Elektrik. Quelle: Lutz Roeßler

An der Ernestinenschule ist ein Nawi-Raum saniert, ein weiterer befindet sich noch im Umbau. „Mit den Physikräumen habe ich mich beschäftigt, solange ich im Schulelternbeirat sitze“, blickt Olaf Nevermann zurück. Und das seien mehrere Jahre. Nevermann ist Elternvertreter in der Ernestinenschule und ging im Dezember 2017 an die Öffentlichkeit. Denn die Unfallkasse hatte die Nutzung der elektrischen Anlagen in einem Physikraum untersagt, weil die marode waren. Die Sanierungsmaßnahmen wurden immer wieder verschoben. Nach Angaben der Stadt wurde auf Wunsch der Schule zwischendurch umgeplant.

Inzwischen sei ein Großteil der Räume saniert, erklärt Nevermann: „Gebaut wurde dann recht zügig.“ Jetzt steht noch ein Raum an, dessen Mobiliar 40 Jahre alt ist und der zu klein für modernen Unterricht ist. „Eine tragende Wand wird versetzt“, berichtet der Elternbeiratsvorsitzende. Der Bau soll im zweiten Quartal dieses Jahres starten und kostet nach Schätzung der Verwaltung rund 483 000 Euro.

Auch am Johanneum wurden zwei Fachräume saniert. 354 000 Euro wendete die Stadt dafür auf. Alle Fachräume erhielten neue Möbel und interaktive Whiteboards.

Kai Dordowsky

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