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20:34 14.02.2019
80 Frauen tanzten zum Valentinstag im Bahnhof für ein starkes Selbstwertgefühl und gegen Gewalt Quelle: Friederike Grabitz
St. Lorenz Süd

„I’m not afraid any more“, schallt es durch die Eingangshalle des Hauptbahnhofs: „Ich habe keine Angst mehr. Wir sind kein Besitz!“ Das Lied „Break the chain“ ist die Hymne der Kampagne „One Billion Rising“ („Eine Milliarde erheben sich“), die inzwischen genauso zum Valentinstag gehört wie Blumen. Sie will darauf aufmerksam machen, dass eine Milliarde Frauen und Mädchen weltweit Gewalterfahrungen haben.

80 Frauen heben die Arme, an die sie rote Bänder gebunden haben. Wie Tausende andere Frauen weltweit tanzen sie an diesem Tag die Choreografie zu dem Lied. Einige haben sie geübt, andere, wie Anika Peuse, tanzen spontan mit. „Es ist eine schöne Weise sich auszudrücken. Zwischen den Frauen hat sich eine tolle Stimmung entwickelt.“ Sie freut sich, dass Männer den Flashmob unterstützen, indem sie Transparente mit der Botschaft der Aktion halten und mit Trommeln für Stimmung sorgen.

Katjana Zunft kommt jedes Jahr zu dem Flashmob. Die Linken-Kreisvorsitzende findet es „wichtig, ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen, als Mensch und als Frau“. Dass das nötig ist, betont Marta Degen vom Frauenkommunikationszentrum Aranat, eine der Organisatorinnen. „An jedem dritten Tag stirbt in Deutschland eine Frau durch Partnergewalt“, sagt sie. Andererseits „setzen wir uns für Lebensfreude ein und dafür, neu anzufangen. Der Bahnhof ist da der perfekte Ort.“ Mit-Organisatorin Silke Meyer vom evangelischen Frauenwerk hätte sich mehr Beteiligung gewünscht, denn „Gewalt ist ein großes gesellschaftliches Thema“.

One Billion Rising“ wurde 2012 von der New Yorker Künstlerin Eve Ensler begründet. Jedes Jahr am 14. Februar tanzen auf öffentlichen Plätzen in mehr als 200 Ländern Frauen zu dem Lied. In Lübeck gab es den Flashmob auch schon unterm Holstentor und vor dem Rathaus.

Friederike Grabitz

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