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Lübeck Bürgermeister als Spendensammler
Lokales Lübeck Bürgermeister als Spendensammler
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15:26 24.11.2018
Lienhard Böhning (l.) übergibt die Schirmherrschaft der „7 Türme“-Kampagne an Bürgermeister Jan Lindenau. Quelle: Lutz Roeßler
Innenstadt

Er muss nur aus seinem Bürofenster gucken; dann weiß er sofort, für was er sich die nächsten Jahre engagieren wird. „Ich habe St. Marien immer im Blick“, sagt Bürgermeister Jan Lindenau, „und damit auch das Baugerüst.“ Die Türme der Innenstadtkirchen sind marode; und nachdem St. Petri in einem Kraftakt für knapp drei Millionen Euro in den vergangenen Jahren saniert werden konnte, stehen nun St. Marien und der Dom als Nächstes an.

20 Millionen Euro wurden mal für das Abarbeiten der gesamten lübschen S.O.S.-Kirchturm-Liste veranschlagt – viel Geld also, das zusammenkommen muss, und die Spendenkampagne „Sieben Türme will ich sehen“ des Kirchenkreises soll dabei helfen. „Dass diese auch ein Gesicht haben muss, kann ich gut verstehen, sodass ich dem Wunsch der Pröpstin gerne entsprochen habe“, betont Lindenau. Schließlich stehe er als Bürgermeister auch stellvertretend für die Stadtsilhouette. „Ohne die sieben Türme ist Lübeck als Weltkulturerbe nicht denkbar“, so seine Überzeugung.

Offizielle Amtsübergabe am ersten Adventssonntag

Das Amt übernimmt er dabei von Lienhard Böhning, einstiger stellvertretender Stadtpräsident, langjähriges SPD-Bürgerschaftsmitglied und zugleich lange Zeit in der Synode des Kirchenkreises tätig. Er war über vier Jahre Schirmherr der Kampagne – also „Schirmherr für alle sieben Türme“, wie er sagt. Und Böhning hatte das Ehrenamt gern übernommen, „weil ich weiß, dass die Lübecker ihre Türme lieben“. Die offizielle Amtsübergabe soll nun in einer Woche erfolgen – am ersten Adventssonntag um 16 Uhr in St. Marien mit Lübecker Abendmusik von Marienorganist Johannes Unger.

In der Breiten Straße wird am 1. Dezember gesammelt

Aber bereits einen Tag zuvor, am Sonnabend, 1. Dezember, möchte Lindenau erstmals in seiner neuen Rolle als Spendeneinwerber aktiv werden. „Ich werde in der Zeit von 12 bis 14 Uhr in der Breiten Straße mit der Sammeldose herumlaufen“, kündigt er an. An seiner Seite werden Bausenatorin sowie Sozialsenator sein – „und ich gehe fest davon aus, dass weitere Senats- und Bürgerschaftsmitglieder unserem Beispiel folgen werden.“ Ideen für weitere Aktionen habe er viele. Dass das Geld zusammenkommt, steht für ihn fest. Denn: „Das, was die Lübecker wollen, schaffen sie auch.“

Michael Hollinde

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