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Lübeck Lübecks ausgezeichnete Badestellen
Lokales Lübeck Lübecks ausgezeichnete Badestellen
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18:13 02.07.2016
Teamleiter Manfred Hellberg (62) notiert die Ergebnisse. Quelle: Fotos: C. Künzel

In der Hansestadt gibt es eine Vielfalt an Bademöglichkeiten, doch nur offizielle Badestellen werden überwacht und betreut. Außerdem finden dort regelmäßige Untersuchungen statt, die Auskunft über die Qualität des Wassers in Fluss, Teich und Ostsee geben. In den vergangenen Jahren gab es für Lübeck und Travemünde immer ausgezeichnete Werte.

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Regelmäßige Kontrollen attestieren allerbeste Wasserqualität – Stadt warnt vor unbewachtem Schwimmen.

„Die Messergebnisse an den bewachten Badestellen sind seit Jahren sehr gut.“Birgit Hartmann (55), Bereichsleiterin

Wenn Gesundheitsaufseher Claus Boller (60) die Lübecker Badestellen besucht, dann nimmt er keine Badehose, sondern einen kleinen schwarzen Koffer mit. Darin sind Messgeräte, mit denen sich die Wasserqualität überprüfen lässt. In Lübeck gibt es zur Zeit sechs überwachte Badestellen: Kur-Strand und Priwall an der Ostsee sowie die Naturbäder Marli, Falkenwiese, Kleiner See/Eichholz und das Altstadtbad Krähenteich in Lübeck. Um ein etwaiges Gesundheitsrisiko für Badende auszuschließen, wird die Badewasserqualität in der Saison von Anfang Juni bis Mitte September überwacht. „Es gibt regelmäßige Kontrollen, und wir stehen in engem Kontakt mit den Schwimmmeistern“, so Boller.

Im Altstadtbad Krähenteich taucht der Gesundheitsaufseher zunächst das Temperatur- und PH-Messgerät in den Nichtschwimmerbereich und füllt danach eine Plastikdose mit Wasser. „Auf den ersten Blick sieht das gut aus“, sagt er, „jetzt folgt noch die Untersuchungen des Hygiene-Instituts am UKSH.“ Laut Stadt wurde die Qualität aller Lübecker Badegewässer in den vergangenen Jahren insgesamt als sehr gut bewertet. Boller zeigt dazu einen Info-Zettel am Eingang auf dem drei Sterne („ausgezeichnet“) notiert sind.

Diese Bewertung könne aber nur den überprüften Badegewässern attestiert werden, betont Birgit Hartmann (55) vom Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz (UNV). Laut Bereichsleiterin liegt der Beurteilung die EG-Badegewässer- Richtlinie und die Badegewässerverordnung des Landes Schleswig-Holstein zugrunde, „mit strengen Grenzwerten“. An anderen Stellen könnte die Wasserqualität und damit die gesundheitlich unbedenkliche Badefreude getrübt sein.

„Beispielsweise durch Ansiedlung vieler Wasservögel und somit erhöhtem Keim-Eintrag oder nach Starkregen, wenn es zu Überläufen der noch vorhandenen Mischwasserkanalisation kommt“, ergänzt Gesundheitsingenieur Manfred Hellberg (62), während er erste Ergebnisse auf dem Steg protokolliert.

Mit Blick auf offizielle oder inoffizielle Badestellen betont die Stadt außerdem, dass an nicht überwachten Standorten ein größeres Verletzungsrisiko durch scharfkantigen Abfall (Glasscherben, alte Fahrräder, Schrott) am oder im Wasser bestehe. Außerdem sollten nicht nur die allgemeinen Baderegeln – zum Beispiel der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) – beachtet werden. Badende müssten auch ein Augenmerk auf die direkten Hinweise an den Badestellen und die Beflaggung haben. Die rote Fahne etwa zeige ein Badeverbot an. Sie könne bei gefährlichen Wind-/Strömungsverhältnissen oder Gesundheitsrisiken durch Blaualgen oder fäkale Belastung gehisst werden, so die Stadt „Nicht ausreichend genug kann man davor warnen, in unbekannte und trübe Gewässer zu springen“, ergänzt Valessa Glisovic, stellvertretende Stadtsprecherin. Auch der Absprung von Stegen und Brücken könne zu lebensgefährlichen Unfällen führen. „Ein ausdrückliches Badeverbot besteht bei Schifffahrtsstraßen, Hafengebiets- oder Naturschutzflächen.“ Für jede Badestelle gelte außerdem, dass „Rücksicht auf die Belange von Natur- und Umwelt“ genommen werde. Dazu gehöre der Schutz von Uferkanten, Lebensräumen, brütenden Vögeln und der Gewässergüte. „Außerdem wird um verträgliches Miteinander gebeten, schon deshalb empfiehlt es sich, das Badevergnügen auf die offiziellen Einrichtungen zu begrenzen.“

Wo man baden kann

6 Badestellen, die überwacht und betreut werden, gibt es in Lübeck. Hier wird während der Saison auch regelmäßig die Wasserqualität überprüft. Eine Übersicht der Orte ist unter „Baden in Lübeck“ auf der städtischen Internetseite zu finden.

• Die aktuellen Ergebnisse der Gewässeruntersuchungen sowie weitergehende Informationen, zum Beispiel über das Auftreten von Blaualgen und Zerkarien, gibt es unter der Adresse bit.ly/296j4Gw im Internet.

Cosima Künzel

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