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Lübeck Lübsche Note im französischen Film
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21:10 02.11.2015
Lübeck

Die Nordischen Filmtage beginnen morgen, einige Kinofans erlebten jedoch schon am Sonntag eine gelungene Lübecker Leinwand- Premiere mit Gästen: Im Filmhaus in der Königstraße startete die charmante deutsch- französische Kinoproduktion „Im Sommer wohnt er unten“. Die Familienkomödie handelt von zwei ungleichen Brüdern und ihren Frauen, die in einem Ferienhaus in Frankreich furios-komisch aneinandergeraten. Nach der Vorstellung gaben der Regisseur Tom Sommerlatte und die Schauspielerin Karin Hanczewski, die demnächst auch als neue „Tatort“-Kommissarin aus Dresden im Fernsehen zu sehen sein wird, dem durchweg begeisterten Publikum bereitwillig Auskunft über den Film, der auf der Berlinale und anderen Festivals schon zahlreiche Auszeichnungen einheimsen konnte.

Anteil am Erfolg hat dabei auch eine Lübeckerin, die in Berlin lebt und zur Präsentation des Films in ihrer Heimatstadt sehr gern gekommen wäre, aber aus beruflichen Gründen verhindert war: Babett Klimmeck. Nach dem Abitur am Johanneum hat sie Architektur und Bühnenbild in Berlin studiert, als Szenenbildnerin ist sie nun bei Filmprojekten zuständig für die Gestaltung von Räumen und anderen Ausstattungsstücken. Bei „Im Sommer wohnt er unten“ hat die 48-Jährige das Ferienhaus, in dem sich die gesamte Handlung abspielt, mit auffällig blumigen Tapeten ausgestattet. Die sorgten bei den Zuschauern im Filmhaus ebenso für Entzücken wie das Baumhaus mit Häkeldecke, in dem sich die beiden Filmbrüder David (Godehard Giese) und Matthias (Sebastian Fräsdorf) einander wieder annähern.

„Die Tapeten habe ich in Frankreich gekauft, in einem Laden, der uns Preisnachlass gewährt hat“, verrät Babett Klimmeck den LN am Telefon. „Der Film ist ja ein Regiedebüt und hatte nur ein vergleichsweise kleines Budget.“ Drei Wochen dauerten 2014 die Dreharbeiten in der Nähe der französischen Atlantikküste, zwei zusätzliche Wochen hatte die Szenenbildnerin für die Vorbereitung vor Ort. Ein knapper Zeitplan, trotzdem war die Atmosphäre sehr entspannt, wie auch Schauspielerin Karin Hanczewski (33) berichtete: „Da war eine enorme Liebe am Set. Weil es Vertrauen gab, haben alle eine tolle Leistung gebracht.“ Regisseur und Drehbuchautor Tom Sommerlatte (30) entschied sich für das Thema Familie, „weil ich mich damit auskenne“. Der gelernte Schauspieler hat elf Geschwister, wovon mehrere im Abspann auftauchen, darunter Iris Sommerlatte als Produzentin.

Eine Zuschauerin im Filmhaus war auf ganz besondere Weise angetan von der Produktion: „Ein toller Film — und das sage ich nicht nur, weil meine Tochter daran beteiligt war“, sagte Elke Klimmeck (75) stolz. Die Mutter von Szenenbildnerin Babett Klimmeck lebt in St. Jürgen und freut sich, dass ihre Tochter ab morgen doch noch nach Lübeck kommen kann — rechtzeitig zum Start der Nordischen Filmtage.

Sabine Spatzek

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