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Lübeck „Man weiß ja nicht, was auf einen zukommt“
Lokales Lübeck „Man weiß ja nicht, was auf einen zukommt“
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23:56 23.09.2017
Wissenschaft zum Anfassen: Antje Thiergart (71) informiert sich im begehbaren Darmmodell. Quelle: Foto: Ulf-Kersten Neelsen
Innenstadt

Am Pedalo Sensamove-Balancetest wartet Brunhilde Börck (67), bis sie an der Reihe ist. Das Gerät am Stand des Reha-Zentrums Lübeck misst Koordination und Geschicklichkeit. Börck stellt sich auf ein wackliges Brett, hält mit den Händen zwei Stangen und verfolgt am Bildschirm einen roten Punkt, der ihr zeigt, wie gut sie das Gleichgewicht hält.

Brunhilde Börck fühlt sich nicht krank, deswegen ist sie nicht hier. Sie hält sich fit. „Ich will wissen, ob sich mein Sport überhaupt lohnt“, sagt sie. Dass Tanzen auch Sport ist, zeigen gegen Mittag übrigens eindrucksvoll die Kinder und Jugendlichen des Lübecker Hip-Hop-Labors mit einer Einlage, die von den größtenteils älteren Besuchern mit viel Applaus bedacht wird.

„Man weiß ja nicht, was auf einen zukommt“, sagt Brunhilde Börck und nennt ein Beispiel: „Kriegst du im Alter Diabetes – dann ist es gut, wenn man davon schon mal gehört hat und weiß, an wen man sich wenden muss.“ Auf solche Fragen sind die 36 Aussteller eingestellt, die der Einladung des Vereins Lübecker Ärztenetz gefolgt sind. Darunter sind Arztpraxen, Kliniken, Pharma-Unternehmen, Einzelhändler. Besonders anschaulich ist ein riesiges, begehbares Darmmodell, an dessen Wänden man sich Polypen, Krebsgeschwüre oder Morbus Crohn ansehen kann.

Auch die Vorträge greifen Themen mit Breitenwirkung auf. Der Hausarzt Christoph Steen zum Beispiel spricht über Alkohol- und Drogenabhängigkeit. „Wichtig ist die niedrigschwellige Information, was Alkoholkonsum bedeutet“, sagt er. „So, dass den Leuten bewusst wird, dass es ein gesundheitliches Risiko ist.“

 kab

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