Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Media Docks international
Lokales Lübeck Media Docks international
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:10 16.03.2013
Jim ter Kuiles hat sich von Frauenporträts aus dem 19. Jahrhundert inspirieren lassen. Quelle: Fotos: Schüch

Große Formate, kräftige Farben und direkte Blicke: Jim ter Kuiles Frauen schauen den Betrachter direkt in die Augen, als warteten sie nur darauf, angesprochen zu werden. „Mich haben Porträts aus dem 19. und 20. Jahrhundert immer beschäftigt“, sagt der 54-Jährige Künstler mit holländischen Wurzeln. Als er vor vier Jahren einen schweren Verlust erlebte, gab er seinen Posten in der Telekommunikationsbranche auf und begann, sich den Pop-Art-Damen zu widmen — mit wachsendem Erfolg. „In Lübeck wollte ich meine Bilder immer schon mal zeigen“, so Kuiles.

Neben ihm sind rund 50 weitere Künstler aus 15 Nationen in die Media Docks gekommen, um noch bis heute in der Hansestadt ihr Schaffen zu präsentieren. „Das ist hier die gefühlte Kulturhauptstadt Norddeutschlands“, sagt Veranstalter Thomas Roth, der die Messe seit sechs Jahren organisiert. „Das Publikum ist sehr interessiert und sehr kulturoffen.“ So hofft Roth, dass auch in diesem Jahr wieder rund 3000 Kunstinteressierte in die Media Docks kommen.

Auch Barbara Heller ist extra aus Karlsruhe angereist, um sich einmal selbst ein Bild von der Kunstmesse zu machen. „Ich bin selbst Malerin und würde gerne nächstes Jahr auch meine Werke ausstellen“, sagt die 56-Jährige. An dem Stand von Bernd Hieke ist ihr besonders die Bronze-Plastik einer Eule ins Auge gefallen. „Ich habe selbst Eulen gesammelt, sie haben so etwas Mythisches“. Die Plastik von Bernd Hieke ist zudem nicht wie andere Bronzefiguren in eine Form gegossen, sondern er hat das Material mit einem Schweißbrenner bearbeitet. „So ist jede Figur ein Unikat“, sagt der gebürtige Sachse, der vor allem Lithografien mit Vogelmotiven herstellt. Den Anfahrtsweg von rund 600 Kilometern hat er gerne auf sich genommen: „Natürlich möchte man, dass die eigenen Werke bei anderen Menschen an der Wand hängen, aber hier kann man auch einfach mal mit Interessierten nett ins Gespräch kommen“, sagt Hieke.

Das ist es auch, was Iris von Borcke an der Hanseart so schätzt: „Man kann gleich die Künstler persönlich kennenlernen und fragen, was hinter den Werken steckt“, sagt die Besucherin. „Auch die Vielfalt ist einfach sehr reizvoll.“ Besonders die Öl- und Acrylgemälde der spanischen Künstlerin Laura Nieto haben sie und ihre siebenjährige Tochter sehr beeindruckt. „Diese Alltagsszenen erzählen alle eine Geschichte“, so von Borcken. Tochter Mirja interessiert sich aber auch für die Shona-Steinskulpturen. Die direkt aus Simbabwe stammenden Figuren haben inzwischen einen Namen in der internationalen Kunstszene erlangt.

Geöffnet heute von 11 bis 18 Uhr.

lsc

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Eiskalt erwischt

16.03.2013

Der Hamburger Musiker Michy Reincke spielte im ausverkauften Kolosseum.

Majka Gerke 16.03.2013

Mit neuen Konzepten wollen Galeristen Besucher für ihre Geschäfte gewinnen. An der Untertrave ist Kunsttherapie ein Thema, in der Fleischhauerstraße sind es Kaffee und Kuchen. Ein Streifzug durch die Altstadt.

16.03.2013