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Mehr Geburten: Babyglück in der Hansestadt

Lübeck Mehr Geburten: Babyglück in der Hansestadt

Im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein und im Marien-Krankenhaus ist die Zahl der Neugeborenen gestiegen — Familien erzählen von ihren Wunschkindern.

Lübeck. In der Hansestadt steigen die Geburtenzahlen — ebenso wie im ganzen Bundesland. Die Krankenkasse IKK classic schrieb jüngst sogar über einen „Babyboom in Schleswig-Holstein“. Während Marien-Krankenhaus und Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) bestätigen, dass in Lübeck seit Jahren mehr Babys auf die Welt kommen, verraten Mütter und Väter, warum sie sich jetzt für ein Baby entschieden haben.

Piet, Milan, Lara und Philipp Elias haben erst vor wenigen Tagen das Licht der Welt erblickt und ahnen nicht, dass sie Teil eines Babybooms sein sollen. Denn laut IKK classic bekommen die Schleswig- Holsteiner wieder mehr Nachwuchs: „2014 wurden im nördlichsten Bundesland fast 1000 Babys mehr als im Jahr zuvor geboren“, teilt die Krankenkasse mit und bezieht sich auf Zahlen der Regionaldatenbank Deutschland. Vor allem in Lübeck liege die Steigerung deutlich über dem Landesschnitt.

Im Marien-Krankenhaus in Lübeck — wo Piet, Milan, Lara und Philipp Elias auf die Welt gekommen sind — kann Andrea Hasenjäger den Trend bestätigen. „In den letzten Jahren verzeichnen wir wachsende Geburtenzahlen“, sagt die Assistentin der Pflegedirektorin. Zur Steigerung der Geburtenzahlen in Lübeck trügen die Schließungen der geburtshilflichen Abteilungen in Bad Oldesloe und Oldenburg bei, sagt sie. „Darüber hinaus kommt unser geburtshilfliches Konzept offensichtlich bei den jungen Familien sehr gut an.“ Das Marien- Krankenhaus habe aufgrund der steigenden Nachfrage bereits personell aufgestockt. „Das Team der Hebammen wurde verstärkt“, sagt Hasenjäger und kündigt an, dass es im Laufe des Jahres Umbaumaßnahmen geben werde, um auch räumlich den steigenden Geburtenzahlen besser gerecht zu werden.

Auch Professor Achim Rody, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Gynäkologie am Campus Lübeck, spricht von mehr Neugeborenen. „Wir haben am UKSH in den vergangenen Jahren einen konstanten Anstieg der Geburten verzeichnen können.“ Das sei durchaus erfreulich, doch „von einem Baby-Boom kann man nicht wirklich sprechen“. Als einen Grund für den Geburtenanstieg sieht Rody einerseits, dass viele Flüchtlinge nach Lübeck kommen. „Ein Trend, der sowohl am UKSH als auch bundesweit zu verzeichnen ist.“ Andererseits könne auch die Familienpolitik genannt werden. „Familie und Beruf lassen sich besser miteinander vereinbaren“, sagt er und sieht ein Umdenken in der Gesellschaft. „Es ist nicht mehr die Frau allein, die für die Versorgung und Erziehung der Kinder zuständig ist.“

Ob die Politik mehr für Familien macht oder nicht, das war für die Mutter von Philipp Elias nicht entscheidend. „Für mich stand einfach der Kinderwunsch an erster Stelle“, sagt Anastasia (25) an der Seite von Alex Schmidt (30). Für die beiden Lübecker Eltern ist der Kleine das erste Kind, und sie wünschen sich noch mehr Nachwuchs. „Ich habe nur auf die richtige Frau gewartet“, sagt der Vater lächelnd und hätte am liebsten fünf Kinder mit ihr. „Gleichzeitig muss man natürlich auch schauen, wie es mit der Arbeit und finanziell passt.“

Katrin Goldenbohm (34) „wollte schon immer zwei Kinder“ und ist nun glücklich, dass Piet auf der Welt ist. „Er hat schon ein Brüderchen, und wir sind gespannt, wie es nun mit zwei Jungs zu Hause ist.“ Anja Schmalz (43) freut sich über Milan, der das erste Kind der Familie ist. „Es war nicht geplant, aber jetzt sind wir sehr glücklich.“ Auch Oma Marlies Schmalz (66) freut sich über das Baby und nennt es „ein Riesenglück“. Loristan Ilhan ist Laras Mama. Die 31-Jährige kommt gebürtig aus der Türkei und findet es schön, dass es in Lübeck mehr Neugeborene gibt. „Eine große Familie ist wunderbar.“

Von Cosima Künzel

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