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Lübeck Mehr Licht für die Weihnachtsstadt
Lokales Lübeck Mehr Licht für die Weihnachtsstadt
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11:15 15.11.2017
Zentraler Platz: Der Markt mit seinem Lichternetz. Auch andere Orte in der Stadt werden strahlen. Quelle: Ltm/malzahn
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Innenstadt

Die „Weihnachtsstadt des Nordens“ macht sich fein. Und trotz des novemberlichen Nieselregens meint man, einen Hauch von Punsch und gebrannten Mandeln zu riechen und den vorweihnachtlichen Lichterglanz zu sehen. Auch wenn die Märkte – durch den Zusammenfall von viertem Advent und Heiligabend – dieses Jahr nur über vier Wochen laufen: Das Lübeck und Travemünde Marketing (LTM) und seine vielen Kooperationspartner haben auch für dieses Jahr ein vielfältiges Programm zusammengestellt. „Weihnachten zeigt deutlich, dass es nur gemeinsam geht“, dankt LTM-Chef Christian Martin Lukas den Partnern.

Es weihnachtet gar sehr: An vielen Stellen in der Stadt wird bereits gehämmert, das Lichternetz überm Markt hängt und lässt Vorfreude aufkommen. Ab dem 27. November locken zehn Weihnachtswelten. Der Clou: Die Kindereisbahn am Café Fräulein Brömse hat pinkfarbenes Eis!

Wichtigste Neuerungen: Das Weihnachtswunderland zieht von der überschwemmungsträchtigen Obertrave zum Hansemuseum. „Es freut mich ganz riesig, dass wir dabei sind“, sagt dessen Leiterin Felicia Sternfeld. Durch den Umzug an die Untertrave bildet sich mit St. Jakobi und Koberg mit dem Maritimen Weihnachtsmarkt samt Riesenrad ein neuer Weihnachts- Schwerpunkt im alten Seefahrer- Viertel. Die Wiese mit Spielplatz vor dem Café Fräulein Brömse wird zur Kindereisbahn – „mit pinkfarbener Eisfläche“, wie Lukas ankündigt. Doch das Eis wird nicht etwa mit Chemie eingefärbt, sondern mit Lebensmittelfarbe. Der Aufbau soll kommenden Montag beginnen. Für Pink hatte sich Lukas unter anderem wegen der Kampagne „Plötzlich 30“ entschieden.

Zum Thema

Alles rund um Weihnachten erfahren Sie auf unserer Themenseite "Weihnachtszauber"

Im Innenhof des Museums wird der Wichtelwald aufgebaut, auf der Dachterrasse gibt es eine Bühne und einzelne Stände. Ebenfalls neu im Viertel: Wegen der Sanierungsarbeiten im Heiligen-Geist- Hospital (die LN berichteten) muss der Weihnachtsmarkt des Verbandes Frau und Kultur ausfallen. Vorsitzende Jutta Sczakiel begründete noch einmal die Absage: Die hohen Kosten für eine provisorische Sicherung hätte zwar die Stadt übernommen, „aber das wollten wir den Steuerzahlern nicht zumuten“. Zudem seien die Sanierer froh, nicht wegen des Marktes ihre Arbeit unterbrechen zu müssen. Dafür werde es 2018 umso schöner. „Es war eine Katastrophe, als alle 140 Aussteller im August eine Absage bekamen“, erzählt Kunsthandwerker Karl Decker, der wenig später unter Kollegen herumfragte, wer noch keine Alternative zum Heiligen-Geist-Hospital gefunden habe. Mit der Zahl 60 wandte er sich an die LTM, die dann die Lösung Hoghehus fand. Also ein weiterer Anziehungspunkt im Viertel.

Der Kunsthandwerkermarkt in St. Petri geht ein bisschen länger als sonst. Und: „Vor der Tür haben wir einen kleinen Antik-Markt“, sagt Annika Stender-Sornik. Passend zu dem Thema eröffnet das St.-Annen-Museum am Sonnabend, 18. November, die Ausstellung „Weihnachtswünsche – Die Welt des Spielzeugs um die Jahrhundertwende“.

Selbstverständlich wird die „Weihnachtsstadt des Nordens“ auch wieder leuchten: Am Mittwoch, 29. November, beginnt mit einem Gottesdienst in St. Marien (16.30 Uhr) das Adventsleuchten. Die Sternengasse bei St. Jakobi, der Sternenwald auf dem Schrangen, der historische Markt an St. Marien unterm roten Sternenhimmel – romantische Highlights, die die „normale“

Weihnachtsbeleuchtung ergänzen. Auch die Bäume an der Untertrave sollen dieses Jahr wieder leuchten. Letztes Jahr, so Lukas, habe es herbe Kritik gegeben. Wegen der möglicherweise bevorstehenden Fällung der Linden an der Untertrave hatte man die „abgerüstet“.

Ein genauen Überblick über alle Weihnachtsaktivitäten verschaffen die roten Heftchen, die an vielen Stellen in der Stadt ausliegen.

Märkte und mehr

Weihnachtsmarkt auf dem Markt: Vom 27. November bis 30. Dezember täglich von 11 bis 21 Uhr, freitags und sonnabends bis 22 Uhr; Ausnahme: 24. und 25. Dezember; am 26. Dezember ist der Markt von 13 bis 20 Uhr geöffnet, am 30. Dezember von 11 bis 18 Uhr. Gleiches gilt für die Stände in der Breiten Straße, nur dass die während der Woche eine Stunde früher schließen.

Sternenwald auf dem Schrangen: Wie Markt.

Historischer Weihnachtsmarkt an St. Marien: Vom 27. November bis 23. Dezember täglich 11 bis 21 Uhr, freitags und sonnabends bis 22 Uhr.

Märchenwald an St. Marien: Bis 30. Dezember montags bis sonnabends 10 bis 19 Uhr, sonntags 11 bis 19 Uhr, 24. und 25. Dezember geschlossen, 26. Dezember 14 bis 18 Uhr.

Kunsthandwerkermarkt in St. Petri: 30. November bis 20. Dezember täglich von 10 bis 19 Uhr, Eintritt 2,50 Euro (Kinder bis zu zwölf Jahren frei).

Advent in und um St. Jakobi: Sternengasse, Wunschpunsch vom 2. bis 23. Dezember täglich 16 bis 21 Uhr.

Maritimer Weihnachtsmarkt auf dem Koberg: Zeiten wie Markt.

Kunsthandwerkermarkt Lübsche Wiehnacht im Schuppen 6: 25. und 26. November, 2. und 3. Dezember 11 bis 18 Uhr, Eintritt zwei Euro (Kinder bis zu zwölf Jahren frei).

Weihnachtswunderland am Europäischen Hansemuseum: 27. November bis 1. Januar täglich 11 bis 21 Uhr, freitags und sonnabends bis 22 Uhr, 24. und 25. Dezember geschlossen; Eisbahn sonntags bis donnerstags bis 19 Uhr, sonst s.o.; Weihnachtsbühne auf der Dachterrasse vom 1. bis 23. Dezember, Programm sonntags bis donnerstags ab 16 Uhr, freitags und sonnabends ab 17 Uhr; Lebkuchenhäuser dekorieren an den Adventssonntagen 14 bis 17 Uhr im Beichthaus, Kosten: Fünf Euro, Anmeldung info@ cafe-fraeuleinbroemse.de.

Kunsthandwerkermarkt im Hoghehus: Vom 1. bis 10. Dezember stellen am Koberg 2 Kunsthandwerker, die eigentlich fürs Heiligen-Geist-Hospital angemeldet waren, ihre Waren aus, geöffnet 10 bis 19 Uhr, Eintritt zwei Euro (Kinder bis zwölf Jahren frei).

Die Lübecker Innenstadtkirchen präsentieren ein eigenes Programm: Näheres unter www.innenstadtkirchen-luebeck.de, www.katholische-pfarrei-luebeck.de.

Travemünde präsentiert wie in den Vorjahren vom 25. Dezember bis 1. Januar den Neujahrsgarten.

SERVICE

Kostenloser Shuttle an den Adventssonnabenden ab Lohmühle und Drägerparkplatz Revalstraße, 11.05 bis 20.45 Uhr alle 20 Minuten.

Sabine Risch

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