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21:12 12.04.2017

Die Raumnot auf dem Campus ist etwas gelindert worden: Gestern hat die Universität neue Labor- und Seminarräume für ihre Studiengänge in Betrieb genommen.

Im neu errichteten Multifunktionscenter IX im Hochschulstadtteil wurden zwei Etagen offiziell eröffnet. Und die ersten Studenten ließen nicht lange auf sich warten: Schon mittags fand das erste Seminar in den neuen Räumlichkeiten statt.

„Die Räume brauchen wir, um den wachsenden Studentenzahlen gerecht werden zu können“, sagte Enno Hartmann, Vizepräsident der Uni, bei der Eröffnung. Im vergangenen Herbst wurden fünf neue Studiengänge eingeführt. In den neuen Praktikumslaboren des Instituts für Chemie, die sich im ersten Stock befinden, können nun bis zu 90 Studenten gleichzeitig unterrichtet werden. In diesen Laboren werden chemische Praktika aus den Bereichen Allgemeine Chemie und Organische Chemie für die Studiengänge Molecular Life Science, Medizin und die zum vergangenen Wintersemester neu eingeführte Medizinische Ernährungswissenschaft angeboten.

Im Erdgeschoss des neuen Multifunktionscenters sind sieben Seminarräume eingerichtet worden. Sie bieten rund 250 Studenten Platz. Dort sollen auch Lehrveranstaltungen für die Studiengänge Biophysik, Mathematik in Medizin und Lebenswissenschaften sowie Veranstaltungen des Lübecker offenen Labors über die Bühne gehen. „Jeder Euro, den wir für Nachwuchswissenschaftler aufbringen, ist ein gut investierter Euro“, sagte Thomas Peter, Leiter des Instituts für Chemie.

Die ersten Nachwuchswissenschaftler testeten das Labor am Morgen schon einmal. Paula Clasen (19) und Franziska Dusi (23) machten an einem der geräumigen Arbeitsplätze eine Titration. Langsam ließen sie Natronlauge in ein Gefäß mit Säure tropfen. So bestimmen sie deren Konzentration. Beide studieren Molecular Life Science im vierten Semester und sind Hilfswissenschaftler, sogenannte Hiwis. Ab Mai werden sie jüngere Fachsemester bei Versuchen anleiten, auch beim Titrieren.

„Das neue Labor ist viel größer und das Arbeiten deutlich angenehmer“, sagte Franziska Dusi. „Der alte Raum war eng und warm, wir traten uns ab und zu auf die Füße.“ Jetzt gibt es zwei große Labore mit je 38 Arbeitsplätzen sowie zwei kleinere Laboreinheiten und Vorbereitungsräume, erklärte Laborleiterin Rosemarie Pulz. Alle Arbeitsplätze sind zudem mit modernen Absauganlagen ausgestattet.

„Es macht einfach viel mehr Spaß, mit neuen Geräten und in neuen Räumen zu arbeiten“, sagte Studentin Annika Dohme (20). „Wir haben jetzt mehr Platz und vor allem mehr Freiheiten.“ Vor dem Gebäude an der Maria-Goeppert-Straße, das das neue Labor beherbergt, ist derzeit eine Baustelle. Dort wird demnächst das Multifunktionscenter X entstehen. Es wird also weiter angebaut gegen die Raumnot auf dem Campus.

Jan Dresing

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