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Lübeck Mehr Sicherheit für die Synagoge
Lokales Lübeck Mehr Sicherheit für die Synagoge
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00:00 27.10.2012
Lübeck

Die Synagoge in der Altstadt soll umfassend modernisiert werden – dazu zählt auch ein neues Sicherheitskonzept. Die Landespolizei empfiehlt der Jüdischen Gemeinde, das gesamte Areal mit einem zwei Meter hohen Zaun zu umgeben. Außerdem sollen die Parkplätze direkt vor dem Gebäude aufgehoben werden. Das berichtete der Lübecker Architekt Thomas Schröder-Berkentien jetzt bei einer Führung durch das Gotteshaus.

Durch die offene Lage zu Nachbargrundstücken sei die Synagoge nicht ausreichend gesichert, schilderte der Architekt die Bedenken der Sicherheitsbehörden. „Auf Grund der Gefährdungslage empfehlen wir einen stabilen Zaun von zwei Metern Höhe“, bestätigt Lothar Gahrmann, Sprecher der Landespolizei. Weitere Details des Sicherheitskonzepts würden der Geheimhaltung unterliegen.

Bei den Nachbarn der Synagoge stößt vor allem der geplante Zaun auf Unverständnis. Von dieser Seite habe es noch nie Anschläge gegeben, argumentierten Nachbarn bei der Führung und kritisierten die „Hochsicherheitstrakt“-Pläne. Die letzten Vorfälle – Stein- und Flaschenwürfe 2012 und 2005 – erfolgten von der Straße her.

Die Jüdische Gemeinde wolle den Empfehlungen der Polizei folgen, erläuterte Architekt Schröder-Berkentien. Dazu soll auch die elektronische Überwachung modernisiert werden. Mit neuen Videokameras und womöglich auch Wärmemeldern. Im Gegenzug sollen die Polizeibeamten vor Ort abgezogen werden. Das sei ein Wunsch der Lübecker Polizei, erklärte der Architekt.

Die Synagoge ist baufällig und soll aufwendig saniert und teilweise umgebaut werden. 7,2 Millionen Euro werden dazu veranschlagt. Noch in diesem Monat will die Jüdische Gemeinde den Bauantrag stellen. Baubeginn könnte Mitte 2013 sein.

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