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20:41 18.12.2017
Den Auftakt der Jubiläumsfeier machte eine Matinee zu dem Thema „Demokratie im Zeichen der Digitalisierung“. Quelle: Foto: Ulf–kersten Neelsen
Innenstadt

„Wir wollen am heutigen Tag auf den bisherigen Weg des Hauses zurückblicken. Und zugleich einen kleinen Ausblick in die Zukunft wagen“, sagte Ulrich Schöler, der Vorstandsvorsitzende der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung in seiner Begrüßungsrede.

Den Programmauftakt der Veranstaltung bildete eine Matinee mit Medienvertretern, die sich dem Thema „Demokratie im Zeichen der Digitalisierung“ widmete. Moderiert durch den Journalisten Arnd Henze, ARD-Hauptstadtstudio, diskutierten Gerald Goetsch, Chefredakteur der Lübecker Nachrichten, Björn Böhning, Berliner Staatssekretär für Medien, Yasemin Yüksel, Spiegel Online, und Thilo Weichert, Netzwerk Datenschutzexpertise, über die Veränderungen der politischen Meinungsbildung durch die Digitalisierung. Neue Formate, ein Wandel in der Diskussionskultur, die Regulierungshoheit des Internets, Zensur und Netzneutralität waren die Themen der Debatte. „Es ist die Aufgabe der Politik, die Regulierungsmöglichkeiten im Internet zurück in die politische Hand zu bringen“, sagte Björn Böhning. Derzeit übernähmen die großen Internetkonzerne wie Google und Facebook diese Aufgabe.

„Am Ende geht es darum, dass wir als Gesellschaft die Chancen und Herausforderungen erkennen und Verantwortung übernehmen“, sagte Gerald Goetsch. Thilo Weichert pflichtete dem bei und ergänzte, dass es auch die Aufgabe der Medien sei, über datenschutzrechtliche Änderungen zu informieren und diese zu diskutieren.

Im Anschluss an den Empfang öffnete das Haus seine Türen für ein vielfältiges Programm am Nachmittag mit Zeitzeugengesprächen, Sonderführungen und Musik. Zum Abschluss trat Nico Semsrott am Abend auf und steuerte mit seinem politischen Kabarett einen der Höhepunkte des Tages bei.

Im Publikum saßen neben interessierten Bürgern, die sich im Voraus kostenlos für die Jubiläumsfeier anmelden konnten, auch Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) und sein Nachfolger Jan Lindenau (SPD).

Das Willy-Brandt-Haus öffnete am 18. Dezember 2007 erstmals seine Pforten. „Es ist das dritte Haus der Stadt, das einem Nobelpreisträger – oder man könnte auch sagen: einem der großen Söhne dieser Stadt – gewidmet ist“, so Schöler. Seither hat sich das Haus zu einem zentralen Kultur- und Bildungsstandort für die Auseinandersetzung über drängende zeitgeschichtliche Fragen in Lübeck etabliert.

Zusätzlich dient es als außerschulischer Lernort für Politik- und Zeitgeschichte in der Geburtsstadt des Friedensnobelpreisträgers.

Von Fabian Boerger

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