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Lübeck „Mein Unternehmen Zukunft“
Lokales Lübeck „Mein Unternehmen Zukunft“
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11:03 19.01.2017
In der MuK in Lübeck findet heute der IHK Neujahrsempfang statt. Quelle: Lutz Roeßler

Mit lauten Klängen der „Ace Tones“ ging es los, die 1300 Gäste im Foyer der Lübecker Musik- und Kongresshalle (MuK) bekamen ordentlich was auf die Ohren. „Let me entertain you“ von Robbie Williams und „You really got me“ von den Kinks bildeten den Auftakt zum Neujahrsempfang der IHK zu Lübeck. Die Band der Firma Basler rockte gleich richtig los. Sollte jemand am frühen Abend einen Anflug von Müdigkeit gespürt haben, spätestens jetzt waren alle wach. „Volle Kraft voraus für den Norden“, gab IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning bei der Begrüßung der Gäste aus Politik und Wirtschaft dem Abend mit auf den Weg. Dann plauderte Moderator Christian Schröder mit Ministerpräsident Torsten Albig über bereits Geleistetes und Zukunftspläne. „Warum sollten Unternehmer sie am 7. Mai wählen?“, wollte Schröder wissen. „Ich glaube, wir haben dem Land in den vergangenen fünf Jahren ganz gut getan. Wir haben eine Schuldenuhr, die rückwärts läuft, und haben 500 Millionen Euro in die Bildung investiert“, sagte Albig, der gleich vier Minister und drei Staatssekretäre mit nach Lübeck gebracht hatte. Bald würde schnelles Internet durch Breitband-Ausbau fast flächendeckend zur Verfügung stehen. Schleswig- Holstein stehe vor „guten Jahren“, und ohne Unternehmertum wäre das Land gar nicht denkbar. Stolz sei er darauf, sagte Albig, dass man zuletzt bei Schülertests Rang zwei hinter Bayern belegt habe.

In dieser Bildergalerie sehen Sie viele Fotos vom IHK-Neujahrsempfang mit 1500 Gästen in der Lübecker MuK.

„Wir wollen Menschen motivieren, Mut zu fassen und ihre eigenen Ideen in die Tat umzusetzen“, sagte IHK-Präses Friederike C. Kühn. „Deshalb starten wir heute unser Projekt ,Mein Unternehmen Zukunft’. In den kommenden fünf Jahren wollen wir die Attraktivität und das Image des Unternehmertums deutlich verbessern. Schleswig-Holstein soll ein Top-Standort werden“, sagte Kühn. Man konzentriere sich auf mehrere große Zielgruppen: Schüler, Auszubildende und Studenten, Fach- und Führungskräfte, Unternehmer und Nachfolger. Für Frauen in Führungspositionen veranstaltet die IHK im Juni einen Kongress mit 300 Teilnehmern.

Fast zwölf Monate Vorbereitung

Ein großes Kompliment hatte der Gastredner für die IHK übrig: „Die Kampagne für Unternehmertum, die sie heute starten, ist echt Champions League“, sagte Florian Langenscheidt, Verleger, Buchautor und Gründer. „Warum macht Gründen so glücklich?“, fragte er und erzählte dazu kleine Geschichten. Sein Ururgroßvater habe sich als junger Mann auf Reisen in London ein Hotel gesucht und sei in einem Stundenhotel gelandet, mangels Sprachkenntnis. „Es ist ein unwürdiges Gefühl, unter Menschen zu sein und sich nicht verständigen zu können“, notierte er damals, ein Impuls, um den Langenscheidt-Verlag zu gründen. Der Ururenkel erzählte auch von eigenen Glückserfahrungen, etwa, wenn er mit seiner Organisation sozial benachteiligten Kindern hilft. „Wir tun am meisten für unser eigenes Glück, wenn wir uns um das Glück anderer kümmern“, so Langenscheidt.

„Pitch-Doctor“ Christoph Sollich aus Berlin erzählte den Gästen von seiner Coaching-Arbeit in der Start-up-Hochburg Berlin und plädierte für mehr Zusammenarbeit zwischen den Regionen, um mehr Start-ups zu ermöglichen. Hier im Norden sollte man Berlin nicht kopieren, sondern mehr mit eigenen Stärken arbeiten. „Lernen Sie aus Start-ups, treffen sie sich mit jungen Gründern, machen sie Projekte mit ihnen“, rief er die Gäste im MuK-Foyer auf.

Die hatten dann bei Labskaus und Getränken reichlich Gelegenheit, zu diskutieren – oder einfach mit Bekannten zu feiern. Auch die „Ace Tones“ spielten wieder auf. Christian Risch

 

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