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Lübeck Merkel und Schulz kommen zum Showdown nach Lübeck
Lokales Lübeck Merkel und Schulz kommen zum Showdown nach Lübeck
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10:09 30.08.2017
In der Kulturwerft werden die Sendungen aufgezeichnet. Quelle: Olaf Malzahn

Den Showdown im Fernsehen hat die erst vor zwei Jahren eröffnete Kulturwerft Gollan an Land gezogen. Kulturwerft-Betreiber und Unternehmer Thilo Gollan: „Lübeck wird für einen Moment im Fokus der nationalen und internationalen Presse stehen.“

Am 11. September zeigt die ARD die „Wahlarena“ mit der Bundeskanzlerin (20.15 Uhr). Eine Woche später folgt die Live-Sendung mit Martin Schulz. 150 Wahlberechtigte, die von einem Institut ausgesucht werden, bekommen Gelegenheit, die Kandidaten zu befragen. Moderiert werden die Veranstaltungen von den Moderatoren Sonia Seymour Mikich, die durch das Magazin „Monitor“ bekannt wurde, und NDR-Chefredakteur Andreas Cichowicz. Markus Steeger, Leiter der Kulturwerft: „Außer den 150 Wahlberechtigten wird es kein Publikum geben.“

Die Kulturwerft hat bereits Erfahrungen mit „Wahlarenen“. Ende April kreuzten der damalige Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) und sein Nachfolger Daniel Günther (CDU) in den alten Gemäuern die Klingen. Fernsehredakteure seien ganz begeistert von den Veranstaltungsräumen, berichtet Steeger. Der frühere Industriekomplex biete genug Hallen und Räume für die Veranstaltung, die Redaktion, die Technik, die Maske, das Catering und den Pressebereich. Steeger: „Der Charme der alten Hallen, die Backsteinwände – das schätzen Fernsehleute sehr.“ Schwere Lasten wie die zahlreichen Scheinwerfer könnten problemlos aufgehängt werden, Lastwagen könnten mit ihrer Bühnentechnik bis in die Hallen fahren, und die Werft verfügt auch über genug Strom. Thilo Gollan hat der ARD sogar zugesichert, Umbauten vorzunehmen. „Die Sender wollen drei zusätzliche Fenster in der Halle haben“, erklärt der Unternehmer, „die bekommen sie.“

Bundeskanzlerin Merkel bestritt zuletzt 2013 einen Wahlkampfauftritt in der Hansestadt. Damals kamen 2400 Bürger auf den Markt. Ihr Herausforderer Schulz war dieses Jahr schon zwei Mal in Lübeck. Im Februar füllte er die Kulturwerft Gollan mit 1000 Leuten, Anfang Mai mussten sich 700 Lübecker wegen eines Bombenalarms in der MuK gedulden, bis sie den SPD-Vorsitzenden sehen konnten.
Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) freut sich, dass die ARD auf Lübeck setzt. „Die Berliner sind so schlau, nicht alles auf die Landeshauptstadt zu konzentrieren“, gönnt sich Saxe einen Seitenhieb auf die neue Landesregierung, die die Einheitsfeier 2019 nach Kiel und nicht nach Lübeck vergibt.

Kai Dordowsky

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