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Lübeck Metalldiebe sorgen für Zugausfälle und verärgerte Pendler
Lokales Lübeck Metalldiebe sorgen für Zugausfälle und verärgerte Pendler
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22:05 18.07.2016
„Zug fällt aus“: Maximal im Stundentakt konnte die Bahn ihre Züge fahren lassen. Quelle: Olaf Bartsch
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Lübeck

Ein gestohlenes Erdungskabel hat gestern für Zugausfälle und verärgerte Pendler gesorgt. Früh morgens hatte die Deutsche Bahn wegen einer technischen Störung eine Einschränkung des Bahnverkehrs auf der Strecke Lübeck- Hamburg angekündigt; die Züge könnten nur im Stundentakt fahren. Zwischen Bargteheide und Bad Oldesloe sollen Buntmetalldiebe am Sonntagabend gegen 18.30 Uhr ein Erdungskabel gestohlen haben. „Dadurch kam es zu einem Kurzschluss auf der Strecke“, erklärt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis. Das Umspannwerk Lübeck-Genin habe deshalb nicht ausreichend Strom in die Oberleitungen der Strecke einspeisen können. „Darum konnten wir auch nur jede Stunde einen Zug einsetzen“, so Meyer-Lovis.

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Kurzschluss auf der Strecke Lübeck–Hamburg – Bis in den späten Abend kommt es zu Verspätungen.

Die Linie hielt gestern auf allen „Unterwegsbahnhöfen“ von und nach Lübeck. Auch drei Busse waren für die Strecke zwischen Bad Oldesloe und der Wandsbeker Chaussee in Hamburg eingesetzt worden, um die Situation zu entspannen. Bei einigen Pendlern stieß der zeitweise Ausfall aber auf Unverständnis. „Zum Glück haben meine Pendlergruppe und ich rechtzeitig von dem Ausfall erfahren – allerdings im Internet und nicht über den Verspätungsalarm der Bahn“, sagt Sebastian Rieke, der täglich von Lübeck nach Reinfeld fährt. Um 3.53 Uhr hatte die Bahn zwar per E-Mail gewarnt, bei Rieke kam die Warnung allerdings zu spät an. „Der Server hat die Mail erst um 9 Uhr losgeschickt, das wäre zu spät gewesen“, ärgert er sich. Die meisten Pendler hätten frühzeitig mitbekommen, dass die Züge nicht pünktlich und nur vereinzelt fuhren.

Weniger Glück hatte Hanna Reisch, die am Lübecker Hauptbahnhof wartete. „Erst stand auf der Anzeige nur , dass sich der Zug verspätet, dann fiel er aus. Das hätte man früher wissen sollen“, findet die 34-Jährige. Andere Pendler hatten Mitfahrgelegenheiten gegründet. „Aber das löst das generelle Problem doch nicht“, sagt Rieke. Auf der Strecke Lübeck–Hamburg gebe es immer häufiger Probleme.

„Gefühlt kommt der Zug morgens immer zu spät “, so der Lübecker. Auch wenn es nur wenige Minuten wären, „irgendwann potenziert es sich – und man wird auch bei fünf Minuten Verspätung ungehalten.“

Die technischen Arbeiten im Umspannwerk Lübeck-Genin hatten gestern einige Zeit in Anspruch genommen. Zuerst war die Bahn davon ausgegangen, um 15 Uhr wieder einen geregelten Zugverkehr garantieren zu können. Erst um 16 Uhr waren die Arbeiten vorerst abgeschlossen. „Einer der beiden Umformer für den Strom funktioniert wieder, der zweite wird Dienstag repariert“, so Meyer-Lovis.

Durch den in Stand gesetzten Umformer im Lübecker Umspannwerk stand auf der Strecke zwischen Lübeck und Hamburg wieder genug Strom für alle Züge zur Verfügung. Bis alle Linien ihre Abfahrtzeiten einhalten konnten, dauerte es allerdings trotzdem bis in die Abendstunden.

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