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Lübeck Minenjäger machen in Lübeck fest
Lokales Lübeck Minenjäger machen in Lübeck fest
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19:00 19.02.2016
Gegen 9 Uhr haben die „Dillingen“ (vorne) und „HMS Ramsey“ gestern die Nordtangente auf ihrem Weg zum Hansakai passiert. Quelle: Maxwitat
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Innenstadt

Lübeck hat Besuch von der Nato: Seit gestern Vormittag liegen die deutschen Marineschiffe „Donau“ und „Dillingen“ sowie die britische „HMS Ramsey“ am Hansakai. Die drei bilden zusammen einen von insgesamt zwei ständigen Nato-Minenabwehrverbänden, die vergangenen beiden Wochen haben sie vor Neustadt geübt. Gegen 9 Uhr bahnten sich die grauen Schiffe ihren Weg an der Nordtangente vorbei, farblich passend präsentierte sich auch die Hansestadt im winterlichen Grauton. „Es ist immer schön, in einen Hafen einzulaufen, den man nicht so oft sieht“, sagt Fregattenkapitän Martin Schwarz, der gleichzeitig der Verbandsführer ist.

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Grau in Grau: Marineschiffe im Lübschen Nebel - die perfekte Tarnung! Die FGS Donau, die HMS Ramsey und die FGS Dillingen glitten heute um 9 Uhr in den Hansahafen.

An Bord der „Dillingen“ legen Oberleutnant zur See Michael Voigt und Obermaat Marek Guth letzte Handgriffe an den sogenannten Seefuchs India, den sich die Besucher heute und morgen beim Open Ship angucken können. „Diese ferngesteuerte Drohne kann an Minen heranfahren, damit wir sie untersuchen können“, sagt der 27-jährige Voigt. Ausgestattet mit Sonar, Licht und Kamera kann alles genau in Augenschein genommen werden. Ist die Mine analysiert, kann sie mit einer speziellen Sprengdrohne zerstört werden.

160 Soldaten sind an Bord der drei Schiffe, acht davon sind Frauen. Sie waren gestern bereits zu Gast im Rathaus und wurden von Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer (SPD) empfangen. „Anschließend gab es eine kleine Führung“, sagt Fregattenkapitän Schwarz. Zwar wusste der 44-Jährige, dass Lübeck eine Hansestadt ist, „aber über die große Bedeutung in der Geschichte war ich mir nicht bewusst“.

Kommende Woche soll es wieder für eine Übung zurück auf die Ostsee gehen, dann wird mit Hubschraubern trainiert. Im Anschluss wird der Schiffsverband durch den Nord-Ostsee-Kanal nach Amsterdam aufbrechen, dort stoßen später noch ein belgisches und ein niederländisches Schiff hinzu. Am Ende wird die SNMCMG 1 aus sechs Minenjägern, dem Tender sowie zwei dänischen Überwasser-Drohnen bestehen und bis zum Sommer in Einsatzbereitschaft sein.

Deshalb werden die deutschen Soldaten laut Schwarz die Chance an diesem Wochenende nutzen, noch einmal zu ihren Familien zu fahren. „Bis zur Kieler Woche ist es die letzte Gelegenheit.“ Doch er geht auch davon aus, „dass viele Lübeck erkunden werden“ – allen voran die Briten. Schwarz: „Die Stadtpräsidentin hat uns das Hansemuseum sehr empfohlen.“

Open Ship am Hansakai

2 Stunden öffnen die „Donau“, „Dillingen“ und „HMS Ramsey“ heute sowie morgen ihre Schotts für die Lübecker. Beim Open Ship am Hansakai gegenüber dem Hansemuseum können die Besucher sich die drei Schiffe anschauen und mit den Soldaten aus Deutschland sowie Großbritannien ins Gespräch kommen. Geöffnet ist jeweils von 14 bis 16 Uhr. Am Montag wird der Nato-Minenabwehrverband Lübeck wieder verlassen, das Ablegen ist für 10 Uhr geplant.

Von Peer Hellerling

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