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Lübeck Minijob – geht da noch mehr?
Lokales Lübeck Minijob – geht da noch mehr?
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21:00 09.10.2017
Informieren gemeinsam über Minijobs: Joachim Tag (v. l.), Claudia Schmutzer, Petra Schmittner (Frauenbüro), Juliane Hoffmann, Sven Quirder und Andrea Späth. Quelle: Foto: Rüdiger Jacob
St. Jürgen

Mit der Wanderausstellung, die seit gestern Station in der Agentur, Hans-Böckler-Straße 1, macht, stellen die Initiatoren den Minijob auf den Prüfstand. „Wir wollen nichts verteufeln“, sagt Sven Quirder, DGB-Stadtverbandsvorsitzender. Minijobber würden indes oftmals als „Beschäftigte zweiter Klasse“ behandelt. „Und das muss sich dringend ändern“, wettert Quirder. Auf Plakaten informiert die Ausstellung unter anderem darüber, dass Minijobber sowohl einen Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle als auch auf bezahlten Urlaub haben. „Viele Minijobber kennen ihre Rechte nicht“, weiß DGB-Geschäftsführerin Juliane Hoffmann. „Die Gründe, einen Minijob auszuüben, sind vielschichtig“, sagen Andrea Späth und Claudia Schmutzer, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt von Arbeitsagentur und Jobcenter. „Neben Schülern und Studenten nutzen überwiegend Frauen die Möglichkeit eines Minijobs“, sagen die Expertinnen.

„Im Hinblick auf die Rente sollten die Betroffenen jedoch nicht auf Dauer in einem Minijob tätig bleiben“, warnt Joachim Tag, Geschäftsführer des Jobcenters. Mit zahlreichen Veranstaltungen und Workshops will das Jobcenter nunmehr Berufsrückkehrende über die Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt informieren. „Auch Betriebe profitieren, wenn aus einem Minijob mehr wird“, sagt Tag. „Sie sichern sich gut eingearbeitete, motivierte und loyale Mitarbeiter. Und vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist das gut für die Sicherung von Fachkräften.“

Nach Angaben der Arbeitsagentur und des Jobcenters arbeiteten in Lübeck 19600 Menschen in einem Minijob, rund zwei Drittel davon seien Frauen. 6400 Lübecker verdienten sich in einem Minijob Geld dazu, 13200 übten eine ausschließlich geringfügige Beschäftigung aus. Die meisten Minijobber arbeiteten in den Berufen Reinigung, Verkauf, Gastronomie, Büro und Sekretariat, Postzustellung, Fahrzeugführung oder Gesundheit. Mit der Fragebogenaktion wollen die Initiatoren der Kampagne die Minijobber über ihre Rechte informieren und herausbekommen, wie die Situation der Minijobber verbessert werden kann. Die Fragebögen liegen im Jobcenter aus. Online steht die Umfrage unter www.sh-suedost.dgb.de.

jac

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