Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Mit Burgermeister zum Bürgermeister
Lokales Lübeck Mit Burgermeister zum Bürgermeister
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:40 12.10.2017
Jan Lindenau (vorne) und Tim Klüssendorf präsentieren im Imbiss am Lindenteller die Wahlkampf-Materialien für die heiße Phase. Quelle: Foto: Felix König
Lübeck

„Wir läuten die heiße Phase des Wahlkampfes ein“, sagt Lindenau. Ab dieser Woche schwärmen die Mitglieder der Ortsvereine aus, um an den Haustüren zu klingeln und für den SPD-Mann zu werben. Eine private Wähler-Initiative, die aus 15 Mitstreitern besteht, hat 50000 Flyer drucken lassen, in denen Unterstützer erklären, warum Lindenau der Richtige für den Chefsessel im Rathaus ist. 15 000 Marzipan-Schokoladen mit Aufdruck werden in der Stadt verteilt.

Klicken Sie hier, um alle Kandidaten für die Wahl zum neuen Lübecker Bürgermeister zu sehen!

5000 Filtertüten hat der Bewerber drucken lassen, in denen er zum Kaffeeklatsch im Awo-Treff „Slut up Stuv“ (14. Oktober, 15 Uhr, Lauer Weg 1) und im Marli Hofcafé (27. Oktober, 15 Uhr, Wesloer Landstraße 5b/c) einlädt. Am 11. Oktober wird Lindenau zusammen mit einem Koch 100 Probierportionen auf dem Klingenberg kochen (Open Cooking), Essensausgabe ab 12 Uhr. Lindenau trifft Bürger in zwei Waschsalons und bringt fünf Kilogramm Waschmittel mit. Von 17 bis 20 Uhr heißt es „Keine Lust auf weichgespülte Antworten“ in den Eco-Waschsalons in der Kronsforder Allee (24. Oktober) und der Schwartauer Allee (30. Oktober). 10 000 Geldscheine, die an 20-Euro-Scheine erinnern, lässt der SPD-Politiker zum Thema Finanzen verteilen.

Hier können Sie sehen, wie sich die Bürgermeisterkandidaten bei der LN-Leserkonferenz vorstellen:

Auch im Kino wird er präsent sein. Ab 19. Oktober läuft ein 45-Sekunden-Spot, der zudem in den sozialen Medien gezeigt wird. Ein zweiter Film ist geplant. Lindenau: „Unser Signal heißt: Wahlkampf muss nicht langweilig sein.“ Ohne ein Team unter Leitung von Tim Klüssendorf und die Unterstützung der Genossen aus den Ortsvereinen wäre diese Materialschlacht gar nicht möglich. Und ohne die Unterstützer, die wesentliche Teile des Wahlkampfes finanzieren, auch nicht. Einer ist Sebastian Kische, der den Imbiss am Lindenteller betreibt. Kische verkauft ab sofort alle Hamburger namens „Burgermeister“ in einer Verpackung, auf der Jan Lindenau pappt. Kische: „Lindenau ist ein Mann mit Ideen und Fachkompetenz. Ich traue ihm den Job zu.“

Zum Thema

Informieren Sie sich hier über alle Kandidaten, Termine und Ergebnisse der Bürgermeisterwahl 2017 in Lübeck!

Mitbewerberin Kathrin Weiher (parteilos) hat sich dafür entschieden; „auf Show-Effekte zu verzichten“. Sie setzt auf diverse Infostände und den Haustür-Wahlkampf, um mit Bürgern ins Gespräch zu kommen. Thomas Misch (Freie Wähler) verteilt mit seinem Team ab heute 15000 Flyer in der Stadt und lässt 2500 Misch-Brote von einer kleinen Bäckerei herstellen. Detlev Stolzenberg plant am 28.

Oktober eine Party für junge Leute in der Fußgängerzone – mit Musik und Kundgebung. Stolzenbergs Unterstützer schalten Ende Oktober eine Anzeige in den LN. Außerdem wird der Bewerber weiterhin Spaziergänge mit Bürgern anbieten. Joachim Heising besucht zahlreiche Podiumsdiskussionen, die von Verbänden, Studenten und Gewerkschaften organisiert werden. Außerdem muss der parteilose Kandidat noch Plakate in Schlutup, Kücknitz, Travemünde, Krummesse und Kronsforde anbringen und seine Flyer verteilen. Ali Alam von der Spaßpartei „Die Partei“ investiert seine begrenzten, finanziellen Mittel nicht in Plakate und Aktionen, sondern lieber in den „plötzlichen Akt der Freundlichkeit“. Alam zahlt jedes Mal, wenn er durch den Herrentunnel fährt, die Maut für den nächsten Fahrer, der nach ihm kommt, mit. Alam: „Damit die Leute sich freuen.“

Plakate-Wettstreit

Fragen statt Köpfe: Bürgermeister- Kandidatin Kathrin Weiher plakatiert seit Anfang Oktober Fragen wie „Für wen arbeitet die Verwaltung?“ oder „Warum steht Lübeck im Stau?“ Mitbewerber Jan Lindenau (SPD) plakatiert jetzt die Antworten: moderne Technik und bürgernahe Stadtteilbüros. Baustellen könnten mit Hilfe einer Software direkt in die Navis der Autofahrer eingespeist werden. Die Linken, die Kathrin Weiher unterstützen, kontern jetzt die Lindenau-Plakate mit dem Slogan „Kein Inhalt, kein Kommentar“.

 Kai Dordowsky

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige