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Lübeck Mit Gesprächen einen Weg zurück ins Leben finden
Lokales Lübeck Mit Gesprächen einen Weg zurück ins Leben finden
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20:44 14.06.2017
Das Team des Café Schwerelos freut sich, in den Räumen des Marlistro Museumscafés eine Heimat gefunden zu haben. Quelle: Foto: Majka Gerke
Lübeck

Innenstadt. Ein schön eingedeckter Tisch bildete gestern das Herzstück des neuen Trauercafés Schwerelos, das ab sofort jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat ab 15 Uhr im Marlistro Museumscafé stattfindet. Pastorin Kathrin Jedeck und Ehrenamtliche des Vereins Lübecker Hospizbewegung, die das Café organisiert haben, nehmen die Trauernden in Empfang. Zwei Stunden lang wollen sie Menschen einen geschützten Raum geben, sich mit dem Verlust eines geliebten Menschen auseinanderzusetzen, ihre eigenen Erfahrungen mit der Trauer zu teilen und andere Menschen mit ähnlichen Erfahrungen kennenzulernen. Trauernde haben die Tendenz, sich zurückzuziehen. Sie können in dem Trauercafé Hilfe annehmen, ins Leben und damit in die Normalität zurückzufinden, sagt Jedeck.

„Die Lübecker Hospizbewegung macht so gute Arbeit. Als sie mich fragten, ob ich mithelfen möchte, hab ich gleich zugesagt“, sagt Kathrin Jedeck. Sie ist gespannt, wie das neue Angebot in der Innenstadt angenommen wird.

Detlef Kosakowski, Geschäftsführer des Vereins Lübecker Hospizbewegung, hatte im vergangenen Sommer die Idee, ein offenes Trauercafé zu starten. „Die Nachfrage war da. Wir hatten früher schon mal so ein Angebot, daher haben wir es quasi reanimiert“, sagt er. Auf der Suche nach Mitstreitern kam er auf Kathrin Jedeck. Gemeinsam suchte man nach einem passenden Ort, den man im Marlistro Museumscafé

in der Königstraße fand. Martina Bachowski, Leiterin des Marlistros, war gleich Feuer und Flamme. „Unser Slogan ist ,Mitten im Leben‘, und Trauer gehört einfach dazu“, sagt sie.

Doch nicht nur Angehörige, die einen Menschen verloren haben, sollen mit dem Angebot des Café Schwerelos angesprochen werden. „Wir wollen auch Menschen einladen, zu uns zu kommen, die eine schwierige Trennung hinter sich haben“, sagt Kathrin Jedeck.

mg

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