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09:32 14.04.2016
FH-Präsidentin Muriel Kim Helbig mit den Kursteilnehmern, die vielleicht mal an der FH studieren. Quelle: Lutz Roeßler

Für 24 Schüler hat jetzt an der Emil-Possehl-Schule ein ganz besonderes Kapitel begonnen. Denn die jungen Erwachsenen kommen aus Syrien, Eritrea, Afghanistan, Somalia, dem Iran, Irak und Jemen. Sie alle gehören zu einem eineinhalbjährigen Vorbereitungsprogramm zur beruflichen, akademischen und sozialen Integration von Flüchtlingen. Linkplus haben die Macher rund um Fachhochschul-Professor Dr. Klaus-Peter Wolf- Regett ihr Projekt genannt, an dessen Ende der Einstieg in ein Studium an der FH oder alternativ eine Berufsausbildung steht.

Vor genau einem Jahr kam Wolf-Regett auf die Idee zu dem Vorbereitungsprogramm. Bei den Kooperationspartnern wie der Volkshochschule (VHS), der Gemeindediakonie, der Arbeiterwohlfahrt (Awo), Caritas, Jobcenter sowie der IHK und der Handwerkskammer rannte er schnell offene Türen ein. „Es ist eine richtig gute Idee und ein tolles Projekt“, schwärmt auch FH-Präsidentin Muriel Kim Helbig. Sie hofft, das möglichst viele der Teilnehmer später an der FH studieren werden.

Auch Jörn Krüger, Schulleiter der Emil-Possehl-Schule (EPS), war gleich Feuer und Flamme. „So können die Flüchtlinge leichter Fuß fassen in der deutschen Hochschullandschaft“, findet Krüger. An der EPS findet nun in der ersten und zweiten Phase die schulische Fachausbildung statt. Während die Schüler vormittags bei der VHS fleißig Deutsch büffeln, stehen nachmittags jeweils vier Unterrichtsstunden mit Fächern wie Mathematik, Elektro- oder Bautechnik auf dem Stundenplan. Nach einem Jahr werden in der dritten Phase Vorkurse angeboten, die speziell für die Studienperspektive ausgerichtet sind und teilweise in den Hörsälen der FH stattfinden.

Auch an diejenigen, die den Vorbereitungskurs nicht bis zum Schluss durchhalten, haben Wolf-Regett und sein Team gedacht. Sie können dann leichter den Weg in Richtung Ausbildung einschlagen. 188 000 Euro kostet das Programm im ersten Jahr. Das Geld kommt unter anderem aus Bundes- und EU-Töpfen. Den Rest stellen die Possehl-Stiftung, die Gemeinnützige Sparkassenstiftung und die Jürgen Wessel Stiftung zur Verfügung.

Ibrahim aus Syrien ist einer der Teilnehmer. Der 19-Jährige hat ein genaues Ziel. „Ich möchte gern Maschinenbau studieren.“

mg

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