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Lübeck Mit Mantel und Laterne
Lokales Lübeck Mit Mantel und Laterne
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20:19 10.11.2017

Die Geschichte von Sankt Martin ist Jahrhunderte alt. Doch in den Schulen und Kitas ist das Thema jedes Jahr wieder aktuell und beliebt. Hier werden Rollenspiele vorgetragen, Gänse-Kekse gebacken, Lieder gesungen und Laternen getragen. So klingt die Botschaft des Heiligen nicht nur am heutigen Martinstag durch Lübecks Straßen, sondern auch in den Wochen rund um den Gedenktag.

In der Kreuz-Kita des Kitawerks ist Sankt Martin jetzt ein großes Thema. „Wir singen, basteln und machen Rollenspiele“, sagt Erzieherin Kerstin Bierans (46), während das Spielzeugschwert und die bunten Umhänge im Stuhlkreis bereit liegen. Am liebsten würden alle Kinder der Gruppe die Geschichte vom Heiligen und dem Bettler vorspielen. Daher wechselt Bierans die Darsteller des Minitheaters täglich. „Das Besondere ist, dass die Kinder die Texte frei improvisieren dürfen und unheimlich viel Spaß dabei haben.“ Gleichzeitig fehlt es den Drei- bis Sechsjährigen keineswegs an Tiefsinn. Jana (4) spielt an diesem Tag zum Beispiel den Bettler und sieht mit tief heruntergezogenen Mundwinkeln wirklich sehr arm und traurig aus.

Die weiteren Darsteller sind Karl (6) und Ben (4). Der Ältere darf das Pferd sein, der Jüngere Sankt Martin. Karl kann auch die Handlung zusammenfassen: „Dem armen Mann war ganz kalt und da hat Martin seinen Mantel geteilt.“ Erzieherin Bierans erzählt die Geschichte jedes Jahr im November und spricht mit den Kleinen auch über das Abgeben. „Dazu passt, dass wir auch selber aktiv werden und Weihnachtspäckchen für Kinder packen, denen es nicht so gut geht.“ Die Aktion gehört zu einem Weihnachtspäckchenkonvoi (weihnachtspäckchenkonvoi.de) der Service-Clubs Round Table und Ladies’ Circle Deutschland und läuft unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“. Seit 2001 bringen die Organisatoren jedes Jahr im Dezember bis zu 80000 Geschenk-Päckchen nach Rumänien, Moldawien, in die Ukraine und seit 2015 auch nach Bulgarien. Die Pakete werden in ländlichen Regionen an bedürftige Kinder verteilt. In den Waisen- und Krankenhäusern, den Kitas und Schulen ist es laut Service-Clubs oft das einzige Geschenk, das die Kinder zum Fest erhalten. „In diesem Sinne unterstützen wir diese und ähnliche Aktionen sehr gerne, und sie passen auch gut in die Martinszeit“, sagt die Erzieherin aus der Kreuz-Kita.

Höhepunkt dieser Tage ist für die Einrichtung – wie für viele andere auch – das St. Martinsfest am kommenden Montag. Mit dabei sind der Nachbarschaftstreff, die Kita unterm Regenbogen und das Griechenzentrum. Treff ist um 18 Uhr an der Kreuzkirche (Billrothstraße), wo eine Andacht zu hören sein wird. Ab 18.30 Uhr zieht dann der Laternenumzug mit der „Freibeutermukke“ durch die Straßen, und im Anschluss gibt es Grillwurst und Getränke an der Kirche. Auch Emir und Irem freuen sich schon auf das große Martinsfest und tragen ihre Mondlaternen ein paar Tage vorher schon zur Probe durch die Straßen.

Von Cosima Künzel

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