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Lübeck Mittagessen in Lübeck: Schnelle Alternative oder genussvolles Mahl?
Lokales Lübeck Mittagessen in Lübeck: Schnelle Alternative oder genussvolles Mahl?
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12:17 11.02.2016
Die gesunde Mahlzeit für Vegetarier: Bankkauffrau Janine Gratzki nimmt sich für ihr Mittagessen viel Zeit. In der Pause muss sie nicht hetzen. Sie setzt auf gesunde Kost ohne Fleisch. Die 32-Jährige schwört auf eine warme vegetarische Suppe, die sie in Ruhe genießt. Quelle: Fotos: Wolfgang Maxwitat
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Innenstadt

Der Geruch von gegrilltem Fleisch steigt Ralf Meyer in die Nase. Langsam drückt der 52-Jährige den Senf aus der Tube auf die dampfende Bratwurst in seiner Hand und beißt dann genüsslich von seinem Mittagessen ab. Zwischen 12 und 14 Uhr macht die arbeitende Bevölkerung in der Lübecker Innenstadt Jagd auf etwas zu essen. Dabei kommen ganz unterschiedliche Köstlichkeiten auf den Teller oder auf die Hand. Von Pommes bis vegetarische Bio-Suppen — das isst Lübeck zum Mittag.

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Der Klassiker vom Grill: Der Arzt Ralf Meyer und die Lehrerin Kathrin Nasutta gönnen sich eine Bratwurst. Für sie muss das Essen am Mittag vor allem deftig sein.

„Wir brauchen ‘was Kräftiges“, sagt Meyer, der beim Essen mit Kathrin Nasutta (50) das Treiben auf dem Markt beobachtet. Beim Mittagsmahl muss es aber nicht immer die Bratwurst mit Senf sein. „Was es zu essen gibt, entscheiden wir spontan. Wir nehmen das, worauf wir gerade Lust haben“, erklärt Meyer. Deftig muss es allerdings sein — und es muss schnell gehen. Heute allerdings können sie sich Zeit lassen. „Wir haben frei, da genießt man das mal“, sagt Meyer.

Dass man in Ruhe speist, ist Janine Gratzki ganz wichtig. „Ich habe Gleitzeit, da kann ich mir die Pausen einteilen“, erklärt die Bankkauffrau und nippt an ihrer vegetarischen Suppe. Nach einer Fastenzeit hat sie ihre Ernährung umgestellt und achtet darauf, dass sie während der Arbeitszeit immer eine warme Mahlzeit zu sich nimmt. „Ich will mich gesünder ernähren“, sagt die 32-Jährige.

Auch Robert Gücker zieht Vegetarisches in seiner Mittagspause vor. Möglichst Bio müsse es sein, so der Hochschul-Professor. Vor ihm steht eine Folienkartoffel mit allerlei frischen Zutaten gefüllt.

Während Janine Gratzki und Robert Gücker im Warmen sitzen und in Ruhe ihre Mahlzeiten genießen, ist Björn Brinke draußen am Kohlmarkt schon auf dem Weg zurück zur Arbeit. In der Hand hält der 47-Jährige eine Tüte, in der ein Laugenbrötchen steckt. „Bei mir muss es ‘was Leichtes, Kleines sein. Es hält fitter, wenn das Essen nicht so schwer im Magen liegt“, erklärt der Stadt-Mitarbeiter.

Auch die beiden Maler Paul Bölsch-Baron und Sascha Mauritz kommen vom Bäcker. Sie bevorzugen belegte Brötchen zur Mittagszeit. „Wir haben nur eine halbe Stunde Zeit. Da muss es ein bisschen schneller gehen. Kaffee dazu — das passt“, erklärt der 35-Jährige. Auf eine warme Mahlzeit verzichtet der Maler. Abends koche seine Frau ihm schließlich etwas Warmes zu essen.

Aydin Beytullah isst eigentlich viel lieber zu Hause. Doch zwischen 12 und 14 Uhr bleibt nur Zeit für Nudeln oder ein Brötchen auf die Hand. „Wenn ich unter Zeitdruck stehe, muss es halt schnell gehen“, gesteht der 40-Jährige, der auf dem Bau arbeitet. Deshalb freue er sich umso mehr, wenn er abends gesunde Kost zu essen bekommt. Jetzt muss er mit Fast Food vorliebnehmen, die chinesischen Nudeln mit Fleisch hat er sich für die Baustelle einpacken lassen.

Bei Horst Kayser (69) kommt Fast Food überhaupt nicht auf den Teller. Er schwört auf Hausmannskost, heute wählt er Nudeln. In seinem Stammlokal trifft sich der 69-Jährige mit Freunden, um die für ihn wichtigste Mahlzeit des Tages einzunehmen. „Es ist viel gesünder, mittags etwas zu essen als abends“, erklärt er.

Beke Zill

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