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10:17 07.11.2017
Erstwählerin Anouk Jäger.
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Lübeck

Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, muss der Berg eben zum Propheten kommen. Für viele ältere Menschen war der Weg ins Wahllokal zu beschwerlich und die Briefwahl manchmal zu kompliziert.

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Deswegen hatten sich unter anderem die Wahlhelfer des Wahlbüros 905 am Kücknitzer Kirchplatz am Vormittag mit einer Wahlurne auf den Weg ins Seniorenheim an der Solmitzstraße gemacht. Im großen Saal konnten die Bewohner bequem wählen, ohne nach draußen zu müssen.

http://www.ln-online.de/Fotos/Empfehlung-der-Redaktion/Reaktionen-auf-die-Buergermeisterwahl-in-Luebeck#p1

62 haben das Angebot angenommen. Wahlhelferin Pauline Schröder: „Wir sind auch durch die Zimmer gegangen, und wenn jemand Verständnisprobleme hatte, haben wir alles in Ruhe erklärt.“

Engagierte Erstwählerin

Sie ist erst 16, aber Anouk Jäger ging gestern schon zum zweiten Mal an die Wahlurne. Auch wenn sie nicht an große Veränderungen glaubt, hält sie es für ihre Pflicht.

Ihre erste Wahl war die Landtagswahl im Mai. Ein feierliches Ereignis sieht sie in der Bürgermeisterwahl zwar nicht, aber ernst nimmt sie sie schon: „Ich hab’ eher so ein Pflichtgefühl. Ich finde, dass man wählen sollte.“

Ein Ehrenamt für die Demokratie

Am Sonntag fanden sich wieder zahlreiche Freiwillige ein, um bei der Bürgermeister-Wahl auszuhelfen. Vielen ist dieser Einsatz auch eine politische Herzensangelegenheit. Wahlvorsteher Stephan Mahler (39) und die Wahlhelferinnen Claudia Garbe (47) und Sonja Grunwald (45) arbeiteten im Wahllokal des Bezirks 202 in der Volkshochschule am Falkenplatz. „Wir machen das alle freiwillig“, betont Sonja Grunwald, „für die Demokratie, nicht wegen des Geldes.“ Eine Aufwandsentschädigung bekommen sie trotzdem. „Vorher waren es 30 Euro, jetzt sind es 50“, sagt Grunwald. „Das ist fair. Das ist ja fast kein Ehrenamt mehr.“

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Erstwählerin Anouk Jäger.

WAHLSPLITTER

111 Wahlbüros hatten von 8 bis 18 Uhr für die Bürger geöffnet. Außerdem gab es 15 Wahlbüros für die Briefwahl.

LN

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