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Lübeck Mobilität als Brücke im Leben
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20:13 22.06.2016
Spaß an der Bewegung: Sportlehrerin Ute Brink animiert Johann-Friedrich Oetling (75, r.) zum Mitmachen. Quelle: Christoph Brandt

Unsicher und mit wackligen Knien wagt sich Angelika Schirmer die Treppe vom Rathaus zum Markt hinaus. Die 64-jährige Lübeckerin testet den Alterssimulationsanzug „Gert“, der Gebrechen und Leiden im gehobenen Alter mittels Gewichten an Händen und dem Oberkörper sowie einer Spezialbrille lebensecht erfahrbar macht. „Die Botschaft, sich durch Bewegung fit halten zu müssen, ist bei mir angekommen“, sagt Schirmer, sichtlich erleichtert, sich nach dem Experiment wieder ohne Probleme regen zu können.

Der Test im Alterssimulationsanzug ist nur eines von zahlreichen Angeboten, die der „Lübecker Bewegungstag 2016“ bietet. Zum ersten Mal organisiert die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung in Schleswig-Holstein (LVGFSH) mit Unterstützung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung einen Informations- und Aktionstag, um den über 1000 Teilnehmern die Bedeutung geistiger und körperlicher Aktivität im Alter aufzuzeigen. „Mit Bewegung können viele Facetten von Gesundheit und Wohlbefinden erreicht werden“, sagt LVGFSH-Geschäftsführerin Elfi Rudolph.

So wirke sich eine gut erhaltene Mobilität im fortgeschrittenen Alter unter anderem entscheidend auf die soziale Integration aus. „Bewegung ist die Brücke, um am Leben teilzuhaben“, sagt der Arzt Martin Willkomm vom Deutschen Roten Kreuz. Bewegung bringe Spaß ins Leben und verhelfe zu einem geistig regen und selbstbewussten Lebensstil. Vor anderthalb Jahren rief Willkomm das Trainingsprogramm „Lübecker Modell Bewegungswelten“ ins Leben, das den Erhalt von Mobilität und Selbstständigkeit von pflegebedürftigen Menschen fördert und ein fester Bestandteil des Bewegungstages ist.

Durch Mitmachangebote bei Tanz- und Bewegungsspielen, dem Ablegen des Rollatorführerscheins oder einem Rundgang durch eine seniorengerechte Musterwohnung im Rathaus vermitteln zahlreiche Partner aus dem medizinischen, sportlichen und wissenschaftlichen Bereich den Teilnehmern Freude am Bewegen. Auch Sozialministerin Kristin Alheit (SPD) probiert sich nach einem Grußwort in einem Sitzkreis selbst aus. Auf spielerische Art und Weise motiviert Ute Brink, Sportlehrerin der Senioreneinrichtung am Behnckenhof, ältere Menschen in der Runde mit einer Strandgeschichte zum Strecken, Beugen und Mitdenken. „Das Eintauchen in die Geschichte ist gleichzeitig Gedächtnis- und Bewegungstraining“, sagt Brink. Zwei Mal in der Woche trifft sich die Gruppe eine Stunde lang, um aktiv zu bleiben. „Das Bewegen macht sehr viel Spaß und ist eine schöne Abwechslung im Alltag“, sagt Rita Klaebe (88).

cb

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