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Lübeck Mobilitätskarte statt Ostseecard
Lokales Lübeck Mobilitätskarte statt Ostseecard
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12:35 11.03.2018
Mit den Umgestaltungsmaßnahmen an der Travepromenade soll im Herbst 2018 begonnen werden. Quelle: Foto: Thomas Krohn
Travemünde

Fahrscheinloser öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), Reduzierung des Individualverkehrs zwischen und in den Urlaubsorten, Entlastung der innerörtlichen Parkplätze, Reduzierung der Schadstoffemissionen in den Orten, Verbesserung der Wohnqualität für die Einwohner, verbesserte Erreichbarkeit von touristischen Zielen mit dem ÖPNV: Die Ostseecard, die seit 2004 in 18 Seebädern von Travemünde bis Glücksburg an Urlauber mit Übernachtungsbuchungen ausgegeben wird, soll nach dem Willen der Touristiker durch die Mobilitätskarte ersetzt werden. „70 Prozent der Gäste kommen mit dem Auto ins Land. Ziel ist, alternative Mobilitätskonzepte zu schaffen. Jeder Gast soll Bus und Bahn kostenlos nutzen können“, erläuterte Kirchhoff. Ein Effekt dabei sei, dass die Kommunen entlastet würden. Zudem werde erwartet, dass sich die „Kurabgabenehrlichkeit“ dadurch steigere: „Wer keinen Fahrschein kaufen muss, besorgt sich eher eine Kurkarte.“ Von einer Erweiterung des ÖPNV-Angebots als Folge einer höheren Frequentierung würden die Einheimischen profitieren. Je weniger Autos in die Urlaubsorte führen, desto mehr Parkplätze stünden zur Verfügung. Die Finanzierung dieser Pläne werde nur über eine Erhöhung der Kurabgaben realisierbar sein, gestand Kirchhoff ein: „Wir sprechen da von 30 bis 70 Cent.“ Eine vom Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein beauftragte Machbarkeitsstudie werde in Auftrag gegeben. Eine Umsetzung sei für 2020 geplant. Die Landesregierung strebe eine Lösung für ganz Schleswig-Holstein, also auch für die Nordseeküste, an.

Uwe Kirchhoff gab zudem einen Sachstandsbericht zu den Plänen für die Neugestaltung der Travepromenade. Im Herbst 2018 sollen mit der Neugestaltung der Wasserkante die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt gestartet werden. In Sachen Erlebnis-Gastronomie sprach der Kurdirektor deutliche Worte: „Wir müssen daran denken, dass sich die Bettenzahl in Travemünde in wenigen Monaten von 3500 auf über 7000 erhöht. Deshalb muss es auch am Abend ein gastronomisches Angebot, dazu vielleicht mit Musik, Tanz und andere Veranstaltungen geben.“ Ortsrats-Vorsitzender Gerd Schröder sagte dazu: „Am Abend ist in der Vorderreihe und an der Travepromenade alles dicht. Wenn unsere Gastwirte es nicht schaffen, diese gastronomische Lücke zu schließen, tun sie mir leid.“

tkr

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