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Lübeck Modellstadt für Senioren
Lokales Lübeck Modellstadt für Senioren
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20:10 25.05.2018
Lübeck

2008 startete die Hansestadt das Konzept „Leben und Wohnen im Alter“. Entstanden sind die Wohnberatungsstelle am Kolberger Platz, ein Runder Tisch Demenz sowie ein stark nachgefragter Wegweiser Demenz. „Wir haben Kooperationen mit der Fachhochschule Kiel zum Thema Migration und Alter sowie mit dem Stadtverkehr, der regelmäßig vor Ort mit Senioren Mobilität im Bus trainiert“, berichten Sabine Trilke und Matthias Wulf von der Stadtverwaltung.

Mit der Caritas wird in Moisling das neue Projekt der präventiven Hausbesuche erprobt. „Wir bekommen immer wieder Meldungen von der Polizei oder von Hausmeistern in Wohnanlagen, dass alte Menschen allein und unversorgt in ihren Wohnungen leben“, berichtet Matthias Wulf. Ziel von Projekten wie „Leben und Wohnen im Alter“sowie von „Gesund älter werden“ sei, „dass diese Menschen wissen, wo sie Hilfe bekommen, bevor sie erkranken.“ Die Verwaltung hat erstmals in den vergangenen zehn Jahren ein Budget für Präventionsangebote – 50000 Euro pro Jahr. Sozialsenator Sven Schindler (SPD) kündigt außerdem an, dass die städtischen Seniorenheime künftig als örtliche Anlaufstellen für Informationsangebote eingerichtet werden. Schindler: „Diese Heime sind in den Stadtteilen bekannt.“

Im Herbst 2018 startet die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung in Schleswig-Holstein ein Modellprojekt, „mit dem Lübeck ein Alleinstellungsmerkmal erhält“, sagt Geschäftsführerin Dr. Elfi Rudolph. Die Damp-Stiftung finanziert drei Jahre lang eine Beratungsstelle, die Menschen kurz vor der Rente anspricht und ihnen beim Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand hilft. Elfi Rudolph:

„Das ist noch nie gemacht worden.“ Eine Betriebskrankenkasse habe eine finanzielle Förderung für die Zeit nach Ablauf der Modellphase zugesagt.

Im vergangenen November startete die Stadt zusammen mit der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung den Dialog „Gesund älter werden“. Den Auftakt bildete eine Veranstaltung in der Volkshochschule mit 80 Teilnehmern. Im März folgte eine Vertiefung von Themen, die die Senioren interessieren, in mehreren Zukunftscafés mit 60 Teilnehmern. Im Juni folgt eine Fachtagung, die die Ergebnisse behandelt. „Wir wollen schauen, ob wir mit unseren Konzepten richtig liegen“, erklärt Sabine Trilke von der Verwaltung, „und wir wollen hören, welche Sorgen und Nöte die älteren Bürger haben.“ Klar wurde: Das Thema Wohnen treibt auch die ältere Generation um. Dabei gehe es aber nicht nur um das Finden von bezahlbaren Wohnungen, sondern auch um das Umfeld. Sabine Trilke: „Viele vermissen gute nachbarschaftliche Beziehungen.“ Auch immer ein Thema: Viele wissen nicht, welche Angebote es gibt und wo sie Informationen darüber finden. Überrascht wurden die Veranstalter davon, dass so viele Senioren wie selbstverständlich mit dem Smartphone unterwegs sind. Begründung: Ohne Smartphone keine Bilder von der Familie.

dor

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