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10:13 09.03.2019
Spätestens ab Februar 2020 nimmt laut Stadt eine Schule auf der Hüxwiese ihren vorübergehenden Betrieb auf – als Ersatz für die sanierungsbedürftige Kaland-Schule. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
Lübeck

Genialer Plan: Die Stadt kauft eine sogenannte Modulschule, die auf zwei verschiedenen Standorten zum Einsatz kommt. Zunächst für zweieinhalb Jahre auf der Hüxwiese als Ersatz für die Kaland-Schule, die grundsaniert wird. Danach wird die Schule abgebaut und ab 2023 als neue Grundschule im künftigen Wohngebiet Geniner Ufer errichtet. Im Wohngebiet Geniner Ufer werden 1000 Menschen leben.

Idee kommt aus Berlin

„Damit lösen wir zwei Probleme auf einen Schlag“, sagt Bürgermeister Jan Lindenau (SPD), der die Idee aus Berlin mitbrachte. „Mit der Modulbauweise betreten wir Neuland, können aber in kurzer Zeit passgenau und wirtschaftlich den Bedarf decken“, ergänzt Bausenatorin Joanna Hagen (parteilos). Die Modul- unterscheidet sich von der Containerschule wie sie beispielsweise an der Julius-Leber-Schule aufgestellt wurde. Module sind hochwertiger und haben andere Ausmaße. Sie werden aber genauso wie Container im Baukastensystem aufgestellt.

1000 Menschen sollen in dem neuen Wohnquartier am Geniner Ufer leben. Quelle: LN-Archiv

Platz für 448 Schüler

Die Wander-Schule hat mit 2775 Quadratmetern durchaus imposante Ausmaße. Bis zu 448 Schülerinnen und Schüler finden hier Platz. Außerdem gibt es eine Mensa, Betreuungsräume und ein Außengelände. Trotzdem passt sie auf die Hüxwiese, ohne dass der beliebte Bouleplatz dafür weichen muss. Dafür müssten in den letzten Wochen vier Bäume weichen. „Die Bäume wurden gefällt, um für den Bau der Container ein freies Baufeld zu haben“, sagt Valessa Glisovic, stellvertretende Stadtsprecherin. Die Fällung habe im Fällzeitraum stattgefunden, es sei keine Genehmigung notwendig gewesen.

Spätestens ab Februar 2020 soll die Ersatzschule auf der Hüxwiese stehen. Die städtischen Planer sind deshalb unter Zeitdruck. Die Stadt muss ausschreiben und gleichzeitig die Finanzierung sicherstellen. Bürgermeister Lindenau will die 8,7 Millionen Euro plus Kosten für Ab-, Um- und Wiederaufbau in den städtischen Haushalt einstellen. „Wir werden Mittel aus Schulbaumaßnahmen, die wir aktuell nicht abwickeln können, umschichten“, erklärt der Verwaltungschef. Die Bürgerschaft soll Ende März zustimmen.

An der Julius-Leber-Schule wurde eine Containerschule aufgestellt. Container will die Stadt auf der Hüxwiese nicht einsetzen. Eine Containerschule für 448 Schüler würde laut Verwaltung 6,95 Millionen Euro kosten. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

Schwammbefall führte zur Sperrung

Bis Dezember 2022 werden die Kaland-Schüler hier untergebracht. In der Grundschule wurde Schwammbefall entdeckt, der zur Sperrung des zweiten Obergeschosses führte. Ein Teil der Schüler wird seitdem im Gebäude der Volkshochschule am Falkenplatz unterrichtet. Mittlerweile ist klar, dass das gesamte Kaland-Gebäude von Grund auf saniert werden muss.

Ab 2023 soll die Modulschule einen Platz im neuen Wohngebiet Geniner Ufer finden, wo einst 1000 Menschen wohnen sollen. Die Stadt hat bereits eine Grundschule für das neue Quartier eingeplant, einen konkreten Standort gibt es aber noch nicht. Der Neubau einer Grundschule würde 7,5 Millionen Euro kosten.

Kai Dordowsky

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