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Lübeck Moisling hat jetzt eine Quartiersmanagerin
Lokales Lübeck Moisling hat jetzt eine Quartiersmanagerin
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20:12 19.05.2016
Beate Hafemann (v.l.), Katherine Wegner und Anette Quast arbeiten beim Hamburger Büro Tollerort und setzen die Pläne für Moisling um. Hafemann ist die Quartiersmanagerin. Quelle: Lutz Roeßler

Knapp sieben Jahre haben Beate Hafemann und ihre beiden Kolleginnen Anette Quast und Katherine Wegner Zeit, Moisling zu einem attraktiven Wohnstandort zu machen. Diplom-Kauffrau Hafemann ist die neue Quartiersmanagerin von Moisling, Quast und Wegner ihre Mitstreiterinnen. Hafemann residiert in einem unscheinbaren Raum auf der Rückseite eines Bankgebäudes. SSB lautet die Abkürzung des Sozialen Stadtbüros Moisling. Bausenator Franz-Peter Boden (SPD), der das SSB jetzt feierlich eröffnete: „Vielleicht schaut der eine oder andere Stadtteil bald neidisch nach Moisling.“

Hafemann hat bereits Erfahrungen als Quartiersmanagerin in Billstedt-Horn sowie für große Wohnungsunternehmen gesammelt. Sie bezeichnet die „Pläne für Moisling als unglaublich toll“. 9,8 Millionen Euro sollen investiert werden, um den Stadtteil aufzuwerten. Als ersten Schritt wollen Hafemann und ihre Kolleginnen, die alle drei beim Hamburger Büro „Tollerort“ angestellt sind, die Öffentlichkeitsarbeit ankurbeln. Die Quartiersmanagerin soll Bewohner, Vereine, Verbände, Organisationen, Behörden, Politiker und Unternehmen an der Gestaltung beteiligen. „Dazu müssen wir den Menschen erklären, was beispielsweise städtebaulicher Wettbewerb für die Neue Mitte Moislings überhaupt heißt, sagt Anette Quast. Hafemann bietet einmal in der Woche eine Sprechstunde an, immer donnerstags von 16.30 bis 18.30 Uhr im Büro im Oberbüssauer Weg 4. Außerdem ist die Quartiersmanagerin nach Vereinbarung unter moisling@tollerort-hamburg.de oder unter Telefon 0451/58668098 erreichbar.

Unter den zahlreichen konkreten Maßnahmen, die von neuen Angeboten im Freibad bis zur Modernisierung von Spielplätzen reichen, ist die Herstellung einer neuen Mitte die zentrale Aufgabe. Zwischen Niendorfer Straße, Oberbüssauer Weg, Sterntalerweg und Moislinger Mühlenweg soll das künftige Zentrum des Stadtteils entstehen. Wichtigster Mitspieler ist dabei die Grundstücksgesellschaft „Trave“.

Geschäftsführer Matthias Rasch: „Uns gehören die meisten Immobilien hier, wir wollen an der Gestaltung mitwirken.“ Die „Trave“ setzt mit der Modernisierung des Hochhauses Sterntalerweg eine erste Duftmarke. Mindestens sieben Millionen Euro wird die Maßnahme verschlingen. Ende dieses, Anfang nächsten Jahres soll dazu ein Architekturwettbewerb stattfinden. Die Baumaßnahmen würden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2017 beginnen. Nicht minder wichtig für den Stadtteil ist der Bahnhaltepunkt auf der Strecke Lübeck-Hamburg. Bausenator Boden auf LN-Nachfrage: „Der Haltepunkt kommt, da sind sich alle Fachleute einig.“

Von den 9,8 Millionen Euro, die in Moisling investiert werden sollen, stehen 3,9 Millionen von Bund, Land und Stadt bereit. Für den Rest würden weitere Anträge gestellt, sagt Stadtplaner Achim Selk.

Das sei bei den vorherigen Projekten in Buntekuh und St. Lorenz ebenso gewesen.

dor

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