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Lübeck „Mongols“ provozieren Rockerclubs im Norden
Lokales Lübeck „Mongols“ provozieren Rockerclubs im Norden
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11:13 21.07.2011
Lübeck

Bei der Polizei sind die Mitglieder der Organisation als äußerst gewaltbereit bekannt. Zuletzt hatte es in Berlin blutige Straßenschlachten zwischen Mongols und den Hells Angels gegeben. Bei einer Razzia in der Hauptstadt stellte die Polizei unter anderem größere Mengen Sprengstoff in einem Stützpunkt der Mongols sicher.

Die neuen Chapter im Norden wertet die Polizei als reine Provokation der Hells Angels, die von den Mongols öffentlich als Feinde bezeichnet werden. Die Ermittler gehen davon aus, dass der kriminelle Motorradclub versuchen wird, weitere Chapter in Schleswig-Holstein zu gründen – speziell an Standorten wie Lübeck, Neumünster oder Flensburg, an denen die Hells Angels oder ihre Unterstützer, die Red Devils, aktiv sind. „Wir verfolgen die Ereignisse mit großer Sorge, werden die Lage beobachten und entsprechend reagieren. Wir sind vorbereitet“, sagt Uwe Keller vom Landeskriminalamt in Kiel.

Ursprünglich stammt der Motorradclub aus den Vereinigten Staaten. Auch dort bekriegen sich die Mitglieder mit den rivalisierenden „Höllenengeln“. Die Mongols sind in Deutschland verhältnismäßig neu. Der erste Chapter wurde im Juni 2010 gegründet. Die in Bremen wegen kriminellen Verstrickungen bekannte Großfamilie M. hat das Sagen. Schätzungen der Polizei zufolge umfasst der Clan mehr als 2500 Mitglieder. Bei den Mitgliedern handelt es sich überwiegend um junge Türken und Libanesen.

Allein in Bremen setzt der Clan zweistellige Millionenbeträge im Jahr mit Kokainhandel um. Offenbar versuchen die kriminellen Biker jetzt, die Vorherrschaft im Drogen- und Rotlichtmilieu im Norden zu übernehmen. bas

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