Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Mord an Lübecker Rentnerin: Gartenarbeiter sitzt in U-Haft
Lokales Lübeck Mord an Lübecker Rentnerin: Gartenarbeiter sitzt in U-Haft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:20 15.09.2016
Die Polizei untersuchte den Tatort im Galonenweg. Quelle: Holger Kröger
Anzeige
Buntekuh

„Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat das Amtsgericht Lübeck Untersuchungshaftbefehl gegen einen Lübecker erlassen“, erklärt Oberstaatsanwältin Ulla Hingst – „wegen Verdachts des Mordes in Tateinheit mit Raub mit Todesfolge.“

Zum ersten Mal nimmt die Staatsanwaltschaft auch Stellung zu den Todesumständen der alten Dame. Die 85-Jährige wurde erstickt. Der Verdächtige soll die Frau getötet haben, um anschließend wertvolle Gegenstände aus dem Haus stehlen zu können. „Es fehlten Gegenstände aus dem Haus“, so Hingst. Offenbar gelangte der 46-Jährige über die Terrasse in das Haus der Seniorin. „Dem Mann wird vorgeworfen, sich in den Morgenstunden Zutritt zu dem Bungalow des Opfers verschafft zu haben, indem er die Terrassentür einschlug“, bestätigt Oberstaatsanwältin Hingst.

In den Tagen vor der Tat hatte der Verdächtige gemeinsam mit einem Bekannten an der Auffahrt und der Terrasse der getöteten Rentnerin Unkraut gejätet. Eine Quittung im Haus der Rentnerin brachte die Ermittler auf seine Spur. „Er wurde als Zeuge befragt, und es gab Widersprüche in seinen Angaben“, sagt Hingst. Am Tatort habe es außerdem Blutspuren gegeben. „Die DNA-Spuren belasten den Beschuldigten so, dass ein dringender Tatverdacht gegen ihn begründet werden konnte“, so die Oberstaatsanwältin. Der verdächtige 46-jährige Lübecker sitzt nun in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt.

Hier hat der Tatverdächtige Unkraut gejätet. Quelle: Holger Kröger

Nachdem Waltraud E. am 24. August leblos in ihrem Bungalow am Rande eines schmalen Waldstreifens aufgefunden wurde, untersuchten Ermittler der Spurensicherung mehrere Tage hintereinander das Wohnhaus und den Garten der Rentnerin. Auch eine Hundertschaft der Polizei war mehrfach im Einsatz und durchkämmte das gesamte Gebiet rund um den Tatort. Selbst die Gärten der Anwohner und die Umgebung des Einkaufszentrums Buntekuh durchsuchten die Beamten. „Sie suchten aber nicht nach einer Tatwaffe, sondern nach Gegenständen aus der Tat“, so Hingst.

Während die Ermittlungen bereits liefen, erhofften sich Staatsanwaltschaft und Polizei Hilfe und Hinweise aus der Bevölkerung. Auch Polizeitaucher kamen in Buntekuh und auch Moisling zum Einsatz. Sie tauchten in einem Regenrückhaltebecken im Pinassenweg und auch im Gewässer an der Trave-Querung Moislinger Berg. Tage später wurde auch der Elbe-Lübeck-Kanal an der Ecke Stecknitzstraße/Geniner Dorfstraße von Tauchern durchsucht.

Tomma Petersen

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige