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Lübeck MuK-Konzertsaal fertig: 2018 geht’s weiter
Lokales Lübeck MuK-Konzertsaal fertig: 2018 geht’s weiter
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10:31 09.11.2017
Das Herzstück der Musik- und Kongresshalle: Der Konzertsaal wurde 18 Monate gesperrt und saniert. Seit April ist er geöffnet. FOTOS*: NEELSEN, MALZAHN Quelle: NEELSEN, MALZAHN

Große Halle, große Baustelle, große Summen. Von der 21,8 Millionen Euro teuren Sanierung zahlt die Stadt den größten Anteil: 12,8 Millionen Euro. Den Rest finanziert das Land mit acht Millionen Euro, die Possehl-Stiftung hat eine Million Euro dazu gegeben. Ein Drittel der Summe hat die Stadt bereits verbaut – zum größten Teil im Konzertsaal. Ende September 2015 wurde er geschlossen und saniert.

Teure Sanierung: 21,8 Millionen Euro kostet die Frischzellenkur der Musik- und Kongresshalle (MuK). Für sieben Millionen Euro wurde der Konzertsaal erneuert sowie das Foyer, das Ende des Jahres fertig ist. 2018 geht es weiter. Die Stadt verbaut 14,8 Millionen Euro – das meiste wird man nicht sehen.

Seit April 2017 ist das Herzstück der MuK fertig – und die MuK hat wieder geöffnet. Im Foyer stehen derzeit noch Gerüste, im Dezember werden sie abgebaut.

Jetzt geht es 2018 weiter. Fertig soll alles 2022 sein. „Es ist eine große Herausforderung, im laufenden Betrieb zu bauen“, sagt Projektleiterin Heike Brons-Schnell vom Gebäudemanagement. Denn: „Die MuK ist wieder voll gebucht“, sagt sie. Es finden mehrere große Kongresse statt, einer geht sogar über eine Woche – und es muss ein Zelt dafür aufgestellt werden. Im Sommer sind Konzerte des Schleswig-Holstein Musik Festivals geplant – ab September kommen wieder die Bauarbeiter. Dann nehmen sie sich Konferenzräume vor.

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„Es wird keine Luxussanierung“, macht Brons-Schnell klar, das meiste werde man gar nicht sehen – sei aber dennoch wichtig. Die MuK werde von innen nach außen saniert. „Es gibt zahlreiche Sicherheitsmängel“, sagt sie. So sind in den Hohlräumen der abgehängten Decken keine Brandmelder. Als die MuK 1994 gebaut wurde, gab es noch keine Pflicht, sie einzubauen. Überlegt hatte man das damals allerdings – es dann aber wegen der Kosten eingespart. Das geht aus alten Unterlagen hervor. Eingebaut wird jetzt ebenfalls eine sogenannte Sprachalarmierung – eine automatische Durchsage, die beispielsweise bei einem Brand losgeht und die Besucher auffordert, das Haus zu verlassen. In die Sicherheitstechnik fließen insgesamt 2,8 Millionen Euro.

Der weitaus größere Teil des Geldes wird für die Instandhaltung verwendet: 9,5 Millionen Euro. „Es muss einfach alles gemacht werden“, sagt Brons-Schnell. Jahrelang sei zu wenig investiert worden. So wird der Küchentrakt erneuert. Dort gibt es feuchte Stellen, kaputte Armaturen, manchmal funktioniert Kalt- und Warmwasser nicht. Aber es werden auch ein paar extra Maßnahmen angegangen. „Das ist dann nicht mehr die große Investition“, sagt Brons- Schnell. So wird eine neue Tür in den Küchentrakt eingebaut, durch die der Ablauf für die Mitarbeiter verbessert wird.

Eine weitere große Baustelle: der Orchesterprobesaal. Er ist hinter dem Konzertsaal im Erdgeschoss platziert. Ausgelegt ist er für 50 Musiker, regelmäßig proben dort aber 80 Leute. Die Klimaanlage ist damit überfordert. Der Proberaum wird zwar nicht vergrößert, aber es werden neue Lüftungen eingebaut. „Es kann sein, dass er komplett entkernt werden muss“, sagt Brons-Schnell.

Sichtbar wird die weitere Sanierung vor allem draußen. Der gesamte Sockel der MuK muss runderneuert werden. Es fallen immer wieder Platten ab. Und: Es soll eine neue Taxivorfahrt vor der MuK geben – dort wo die 16 Masten stehen. Aktuell wenden die Taxen häufig vor der MuK und stehen halb auf dem Bürgersteig, halb auf der Straße. „Das lässt sich leicht lösen“, sagt Brons-Schnell. Ein bisschen aufwendiger sind indes die Behindertenparkplätze. Sie sind auf der Altstadtseite gelegen, aber ein Rollstuhlfahrer kommt nicht ohne Hilfe von dort zur MuK. Jetzt soll der Weg entweder verbessert werden oder aber die Behinderten-Stellplätze werden auf die andere Seite an die alten Taxi-Plätze verlegt. Dann aber müsste es eine Ampel von dort über die Straße geben. Brons-Schnell: „Da sind wir noch in der Diskussion.“

 Von Josephine von Zastrow

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