Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Museums-Sommerserie: Edvard Munch in Lübeck
Lokales Lübeck Museums-Sommerserie: Edvard Munch in Lübeck
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:25 31.07.2015
Alexander Bastek, Leiter des Museums Behnhaus Drägerhaus, führt heute zu Munchs Gemälde „Die Kinder des Dr. Linde“. Der Künstler malte das Bild während eines Lübeck-Aufenthalts. Quelle: Wolfgang Maxwitat
Innenstadt

Die Lübecker Museen zeigen in diesem Sommer, was sie haben. Jedes Museum rückt im Juli und August ein außergewöhnliches Exponat in den Blick. Das besondere Ausstellungsstück im Museum Behnhaus Drägerhaus: das Bild „Die Söhne des Dr. Max Linde“ von Edvard Munch.

Die Geschichte des Gemäldes beginnt mit einer Reise des Lübecker Augenarztes und Kunstsammlers Dr. Max Linde, der im März 1902 den norwegischen Maler Edvard Munch in dessen Atelier in Berlin besuchte. Dort erwarb Linde ein Bild und kaufte alle 39 bis dahin erschienenen Radierungen des Künstlers sowie eine Mappe mit Lithografien und Holzschnitten.

Noch im selben Jahr besuchte Munch dann seinen Freund in Lübeck, bis 1907 kam er viele weitere Male in die Hansestadt. Hier schuf er Werke, die seinen Ruhm in Europa mit begründeten. Das wichtigste Zeugnis von Munchs Lübeck-Aufenthalt ist das großformatige Porträt der vier Söhne Max Lindes von 1903. Linde bestellte das Bild bei Munch als Geburtstagsgeschenk für seine Frau.

Das Gemälde erregte schnell die Aufmerksamkeit der Kunstkenner und hatte für Munch weitere Aufträge zur Folge.

„Das Gemälde zeigt in seinen Farben einen selten-hoffnungsfrohen Munch“, sagt Alexander Bastek, Leiter des Museums Behnhaus Drägerhaus. „Das hatte zum einen mit seinem freundschaftlichen Kontakt zur Familie Linde zu tun. Zum anderen aber auch mit der Atmosphäre der Stadt selbst, über die sich Munch stets sehr positiv geäußert hat.“

Heute dreht sich im Museum Behnhaus Drägerhaus, Königstraße 9, alles um das weltberühmte Gemälde Munchs: Ab 14 Uhr führt Museumsleiter Bastek zu den Gemälden des norwegischen Malers, zur gleichen Zeit wird auch ein Kinderprogramm angeboten. Dabei geht es vor allem um Kinderporträts. Für Erwachsene kostet der „Munchtag“

vier Euro zuzüglich Eintritt, ein Erwachsener mit Kindern zahlt zwölf, zwei Erwachsene mit Kindern zahlen 15 Euro.

kad

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Kein Urlaub für Bernd Möller

31.07.2015

Im Herbst soll „Lübeck 4 me“ starten. Das Projekt will die Stadtgeschichte digital erlebbar machen.

31.07.2015

Bei der Sommerakademie des Lübecker Theaters wurden auch viele Freundschaften geschlossen.

31.07.2015