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Lübeck Musikhochschule im Aufwind
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22:15 13.09.2013
Gute Stimmung bei Laila Nysten (vordere Reihe v. l.), Kristina Slyziute, Robin Linde, Sebastian Wiemers sowie Astrid Poetzing (hinten v. l.) Daniel Zickenrott, Iga Osowska und Dorian Kannenberg. Quelle: Foto: Lutz Roeßler

Die Sonne scheint, die Temperaturen stimmen. Und trotz der Semesterferien ist der Innenhof der Musikhochschule Lübeck (MHL) belebt. Die einen haben sich gerade Mittagessen aus der Mensa geholt, die anderen plaudern angeregt. Eine von ihnen ist Studentin Iga Osowska, die momentan an einem Projekt in der Popularmusik arbeitet: „Deshalb treffen wir uns hier fast täglich mit ein paar Kommilitonen in der Hochschule“, sagt die 22-Jährige. Es sei schon wie ein zweites Zuhause für sie. Dass die Stellung der MHL jetzt durch die Reformpläne aus Kiel (die LN berichteten) aufgewertet wird, trifft in der munteren Studierendenrunde natürlich auf Wohlwollen.

So sagt Laila Nysten, die den Bachelor of Arts mit dem Hauptfach Geige anstrebt: „Wir als kleinere Hochschule haben dann vielleicht auch die Möglichkeit, auf ein breiteres Kursangebot zurückgreifen zu können. Ich denke, dass das insgesamt eine sehr gute Entwicklung ist.“ Sie habe hier immer diese familiäre Atmosphäre fasziniert, merkt die 19-Jährige noch an, die bereits vor dem Studium regelmäßig zu Gast in der Großen Petersgrube war. Kristina Slyziute ist extra aus Lettland zum Studieren nach Lübeck gekommen. Ihr Resümee: „Diese Entscheidung war goldrichtig, und wenn die Hochschule jetzt noch stärker wird, kann das nur in unserem Sinne sein.“

Zukünftig sollen im Studiengang Master of Education im Fachbereich „Musik vermitteln“ nicht nur Musiklehrer für das Gymnasium ausgebildet werden, sondern auch für die Gemeinschaftsschulen im Land.

Natürlich sei das eine Aufwertung, erklärt die Präsidentin der Musikhochschule, Professorin Inge-Susann Römhild, die aber sogleich auf die Euphoriebremse tritt. „Vieles ist noch sehr unkonkret und muss vor allem noch durch den Landtag“, bilanziert sie. Allerdings bedeute das vom Ministerium vorgelegte Reformkonzept zur Lehrerausbildung schon einen Zugewinn und eine Stärkung der MHL. „So werden wir unsere Gesamtkapazität an Erstsemestern in der Tat steigern können, von 94 auf 100 Plätze“, rechnet sie vor, „aber wohl noch nicht sofort.“ Dass mehr Geld aus Kiel an die Trave fließen werde, sei ebenfalls wahrscheinlich. „Dass es aber an die halbe Million Euro sein werden, steht leider noch nicht fest. Es gibt allerdings ein sogenanntes Evaluationsgutachten, das uns einen zusätzlichen Bedarf von 500 000 Euro attestiert, damit wir den Aufgaben im Studiengang ,Musik vermitteln‘ vollends gerecht werden können.“

Zudem hofft die Präsidentin, dass durch die neuen Pläne drei befristete Professuren und drei in der Ausschreibung befindliche langfristig gesichert werden können. Studiengangskoordinator Professor Hans Bäßler begrüßt entsprechend ebenfalls die Kieler Pläne, betont aber gleichzeitig: „Diese Reform bedeutet für alle eine enorme Kraftanstrengung.“

„Ich denke, dass das insgesamt eine sehr gute Entwicklung für unsere Hochschule ist.“
Studentin Laila Nysten (19), 5. Semester

Michael Hollinde

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