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Lübeck Mysteriöse Rauchwolke am Flughafen - Staatsanwaltschaft ermittelt
Lokales Lübeck Mysteriöse Rauchwolke am Flughafen - Staatsanwaltschaft ermittelt
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15:06 08.01.2013
Großeinsatz am Flughafen Blankensee. Quelle: Holger Kröger

Um 19.25 Uhr hatte es kräftig zu qualmen begonnen. Die Flughafenwehr rief die Berufsfeuerwehr zur Unterstützung. Die Einsatzkräfte sperrten vorsorglich die nahegelegene B 207. In Schutzanzügen und unter Atemschutz suchten Feuerwehrleute nach der Ursache für den Qualm.

Sie fanden laut Feuerwehr eine undefinierbare weiße Substanz, die offenbar mit Feuchtigkeit und Wärme reagiert hatte und so den Rauch erzeugte. Ein vorläufiger Simultantest hat positiv reagiert auf Salzsäure, Phosphin und chlorierte Kohlenwasserstoffe. Die Feuerwehr nahm die Substanz auf und deponierte sie in Schutzbehältern, um mögliche Gefahren für Mensch und Umwelt zu unterbinden. Um welchen Stoff es sich handelt, war am Abend völlig unklar, das muss noch analysiert werden.

Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, um zu ergründen, wie die Substanz auf das Flughafen-Gelände gekommen ist. Die Feuerwehr war mit rund 25 Kräften der Wachen eins, zwei und drei am Einsatzort. Außerdem wurde ein Gerätewagen Gefahrgut aus Bad Oldesloe angefordert. Der Flughafen wurde während des Einsatzes gesperrt. Der Linienverkehr wurde aber nicht beeinträchtigt, da für den Abend keine Starts und Landungen auf dem Flugplan standen.

Nach dem Feuer ist am Freitag der planmäßige Flugverkehr wieder aufgenommen worden. Das Gelände sei am Morgen noch einmal mit Sprengstoffspürhunden abgesucht worden, die aber nichts Verdächtiges gefunden hätten, sagte ein Polizeisprecherin. Allerdings will die Polizei verstärkt Streife gehen. Das Kommissariat 11 der Kripo Lübeck ermittelt in der Angelegenheit in alle Richtungen. Die Staatsanwaltschaft Lübeck hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der Tatbestand des Gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr wird geprüft.tw

LN

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