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20:11 12.02.2019
Prof. Barbara Westphal (2.v.l.) mit ihrer derzeitigen Klasse im Foyer der Musikhochschule. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
Lübeck

 Ganz Musikerin spricht sie von einem „Decrescendo“, von einem „allmählichen Verklingen“. „Ich habe zwar noch einen Lehrauftrag und werde jeden meiner Schülerinnen und Schüler noch bis zum Abschluss begleiten, aber ich nehme keinen neuen mehr auf. Ich bin offiziell im Ruhestand“, erklärt Barbara Westphal. Als Professorin hat sie seit 1989 eine internationale Klasse an der Musikhochschule Lübeck unterrichtet.

Ihre Studierenden haben internationale Wettbewerbe gewonnen wie unter anderem den ARD-Musikwettbewerb; sie wurden von renommierten Orchestern im In- und Ausland engagiert und auf W3-Professuren an deutsche Musikhochschulen berufen, so Lena Eckels (Lübeck), Volker Jacobsen (Hannover), Gareth Lubbe (Essen), Barbara Buntrock (Düsseldorf), Nimrod Guez (Würzburg) oder Jone Kaliunaite (Saarbrücken). Von ihren eigenen Erfolgen als Solistin und Kammermusikerin ganz abgesehen.

„Der allerwichtigste Aspekt für mich in der Lehre war und ist, dass es keine Blaupause gibt“, sagt die Professorin. Entsprechend versuche sie jede Studentin und jeden Student in seiner gesamten Persönlichkeit so wahrzunehmen, wie sie beziehungsweise er sei. Ihrer Ansicht nach lernt jeder Musiker auf vielen Kanälen, „und ich bemühe mich, die Kanäle zu finden.“ Barbara Westphal legt besonderen Wert darauf, dass die Studenten lernen, selbstständig zu werden.

„Sie sollen mit dem Gefühl die MHL verlassen, dass sie wissen, wie sie ihre Probleme lösen können“, betont sie. Da die überwiegende Mehrheit der Bratschisten ins Orchester geht, rät sie ihren Absolventen, sich sehr akribisch auf das Probespiel vorzubereiten. „Der Student muss eine wahnwitzige Motivation mitbringen, um dieses scheußliche und brutale Verfahren zu überstehen. Und man muss ein mögliches Scheitern nicht persönlich nehmen und es immer wieder versuchen.“

„Das schätzen wir an unserer Professorin“

Michael Hollinde

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