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Lübeck Nach Altstadt-Brand: Notruf für Denkmalpfleger kommt
Lokales Lübeck Nach Altstadt-Brand: Notruf für Denkmalpfleger kommt
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22:08 11.07.2017
Nach dem Feuer in der Altstadt stehen nur noch die Mauern des denkmalgeschützten Hauses in der Straße Hinter der Burg. Quelle: Foto: Wolfgang Maxwitat
Innenstadt

Die Fragen: Sollen die Feuerwehrleute einen Denkmalpfleger bei jedem Altstadt- Brand anrufen oder nur bei bestimmten Häusern? „Wir müssen klären, wie wir das machen wollen“, stimmt Irmgard Hunecke, Chefin der Denkmalpflege, zu. „Wir haben auch die Nummern von anderen Behörden“, sagt Neumann. Die hätten eine Rufbereitschaft eingerichtet. Hunecke erinnert sich: „Es gab mal einen Notfallplan auch für die Denkmalpflege.“ Im Herbst soll im Ausschuss eine Lösung vorgestellt werden.

Großfeuer in der Altstadt zerstört 800 Jahre altes Haus

Doch keine Brandstiftung?

Was wird aus der Brandruine?

War die Feuerwehr zu langsam?

Hintergrund der Debatte: Am Pfingstwochenende war in der Altstadt ein denkmalgeschütztes Haus bis auf die Mauern niedergebrannt. Verletzt wurde niemand, aber das Gebäude ist fast komplett zerstört.

Die Reste abreißen oder stehen lassen? Das war die Frage am Tag nach dem verheerenden Brand. Nur auf Initiative von Jörg Sellerbeck (CDU) ist ein Mitarbeiter der Denkmalpflege vor Ort gewesen und hat dafür gesorgt, dass die Überreste stehen bleiben. „Ich kann verstehen, dass es wichtig ist, all diese Dinge zu retten“, sagt Neumann. Die Feuerwehr habe kein Interesse daran, eine Brandstelle völlig aufgeräumt zu verlassen. „Wir achten auf die Sicherheit“, so Neumann. Er erinnert an einen tragischen Fall, bei dem jemand von einem herabstürzende Giebel getötet wurde – nachdem ein Haus an der Drehbrücke gebrannt hatte.

Klicken Sie hier, um Impressionen unseres Fotografen Holger Kröger vom Feuer zu sehen.
Hier sehen Sie Bilder von den Aufräumarbeiten nach dem Feuer.

Außerdem verteidigt Neumann noch einmal den Einsatz in der Brandnacht. Denn es gab Kritik, die Feuerwehr wäre angeblich zu spät an dem brennenden Haus gewesen. Die Nacht aus Sicht der Feuerwehr: Um 22.44 Uhr ging der Notruf ein. Acht Minuten später waren die Retter der Wache zwei vor Ort. Zwei Minuten später kam Feuerwache eins. Die Freiwilligen Feuerwehren stießen in weiteren fünf Minuten dazu. „Wenn es in der Altstadt brennt, wird geklotzt“, sagt Neumann. Für die Feuerwehrleute sei klar gewesen: Das Haus ist nicht mehr zu retten. Sie mussten verhindern, dass die Flammen auf die Nachbargebäude übergreifen. Neumann: „Ich bin sehr zufrieden mit dem, was meine Jungs da gemacht haben.“ Nach Angaben der Polizei wird die Brandursache immer noch ermittelt.

 jvz

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