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Lübeck Nach Sex mit 13-Jähriger: Zwei Männer aus Lübeck freigesprochen
Lokales Lübeck Nach Sex mit 13-Jähriger: Zwei Männer aus Lübeck freigesprochen
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11:05 14.12.2017
Im Prozess um die angebliche Vergewaltigung einer 13-Jährigen nach einem Internet-Chat hat das Landgericht Schwerin die Angeklagten freigesprochen. Quelle: dpa
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Schwerin

Im Prozess um die angebliche Vergewaltigung einer 13-Jährigen nach einem Internet-Chat hat das Landgericht Schwerin die Angeklagten freigesprochen. Die Richter seien nicht überzeugt, dass das Mädchen in seinem Elternhaus gegen seinen Willen Sex mit den 19 und 31 Jahre alten Angeklagten hatte, sagte der Vorsitzende Richter am Mittwoch in der Urteilsbegründung. Wegen dieser Zweifel hätten sie im Sinne der Männer entschieden. Bis auf die Urteilsverkündung war die Öffentlichkeit von der Gerichtsverhandlung ausgeschlossen.

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Nach Angaben des Gerichts warf die Staatsanwaltschaft den Angeklagten vor, im Mai dieses Jahres das Mädchen aus Nordwestmecklenburg bei ihr zu Hause zum Geschlechtsverkehr genötigt zu haben. Die damals 13-Jährige hatte den jüngeren Angeklagten über das Internet kennengelernt. Sie gab vor, 15 Jahre alt zu sein, als sie ihn einlud und ihm versprach, mit ihm intim zu werden.

Daraufhin soll der 19-Jährige sie im Chat gebeten haben, eine Freundin einzuladen, da auch er einen Bekannten mitbringen wolle. Noch bevor der 19-Jährige aus Lübeck mit seinem Onkel eintraf, soll das Mädchen mitgeteilt haben, dass keine ihrer Freundinnen kommen werde. Als der 19-Jährige mit seinem Begleiter vor der Tür stand, soll sie laut Anklage erklärt haben, keinen Sex zu wollen.  

Die beiden Männer räumten vor Gericht Sex mit dem Mädchen ein, bestanden aber darauf, keine Gewalt angewendet zu haben. Auch habe das Mädchen ihnen nicht signalisiert, dass es Sex mit ihnen ablehne. Nach Angaben des Vorsitzenden Richters blieb die 13-Jährige als Zeugin vor Gericht bei ihrer Darstellung, sie habe keinen Sex mit den beiden gewollt. Bei ihren Aussagen über den vorhergehenden Chat-Dialog mit dem jüngeren Angeklagten verwickelte sie sich jedoch in Widersprüche zu früheren Aussagen. Zudem ergab ein rechtsmedizinisches Gutachten keine Hinweise auf eine Vergewaltigung.

Die Angeklagten hatten das Haus in der Nähe von Wismar nach ungefähr zwanzig Minuten verlassen, als die Mutter des Mädchens nach Hause kam. Sie wurden kurze Zeit später am Wohnort des Jüngeren festgenommen und saßen seitdem in Untersuchungshaft. Weil das Mädchen sich ihnen gegenüber glaubhaft als 15-Jährige ausgegeben hatte, wurden sie wegen sexueller Nötigung angeklagt. Hätten sie gewusst, dass sie erst 13 Jahre alt war, wäre auch einvernehmlicher Sex mit dem Mädchen strafbar gewesen.

dpa

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