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Lübeck Nach Streit: Mann durch Stichverletzungen schwer verletzt
Lokales Lübeck Nach Streit: Mann durch Stichverletzungen schwer verletzt
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19:27 31.05.2016
Der Mann war mit blutenden Stichwunden auf der Straße gefunden worden. Quelle: Holger Kröger
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Lübeck

Ein Streit mit der Freundin endete für einen 21-Jährigen mit Stichverletzungen – und im Krankenhaus: In der Nacht zu gestern rückte die Polizei gegen 1 Uhr mit insgesamt elf Streifenwagen sowie der Rettungsdienst an der Untertrave an. Dort lag ein Mann blutend am Boden. Der 21-Jährige wurde mit Stichverletzungen in ein Krankenhaus gebracht und dort notoperiert. Er ist stationär aufgenommen und mittlerweile außer Lebensgefahr. Kurze Zeit später konnte ein Tatverdächtiger vorläufig festgenommen werden. Auch dieser war verletzt.

Die Freundin des Verletzten sagte der Polizei, dass sie mit ihrem 21-jährigen Freund auf der Straße gestritten habe, als eine ihr unbekannte Person dazugekommen sei und sich eingemischt habe. „Laut Angaben der Freundin wollte der Unbekannte ihr zu Hilfe eilen“, so Polizeisprecher Andreas Kruse. Plötzlich aber eskalierte die Situation. „Die beiden Männer stritten sich, dann kam es zu einem Kampf“, berichtet Kruse. Bei dem Handgemenge zwischen den beiden Männern habe sich der 21-jährige Mann mit Wohnsitz in Lübeck zwei schwer blutende Stichwunden im Bauchraum zugezogen. Vor Eintreffen von Polizei und Rettungskräften leisteten Passanten bereits Erste Hilfe.

Der unbekannte Mann war zunächst zu Fuß in Richtung Holstentor geflüchtet. Kurze Zeit später konnte die Polizei jedoch einen Tatverdächtigen festnehmen. „Dank der Personenbeschreibung haben wir den Mann relativ schnell in der Nähe finden können“, erklärt Kruse. Dabei handelt es sich um einen 45-jährigen Mann, der ebenfalls aus Lübeck kommt. Dieser räumte in einer ersten Befragung eine Tatbeteiligung ein. Er gab gegenüber der Polizei an, von mehreren Personen angegriffen worden zu sein. Dabei sei ihm mit einem Stuhl auf den Kopf geschlagen worden. Auch er wurde ärztlich behandelt. „Beim Sichern des Tatorts konnte der beschriebene Stuhl aufgefunden und sichergestellt werden“, bestätigt Kruse. Wie der Stuhl plötzlich Teil des Geschehens wurde, ist allerdings noch unklar. „In der Straße sind verschiedene Lokalitäten, zu denen der Stuhl passen könnte“, so Kruse.

Ein Stichwerkzeug konnte die Polizei in der Nacht jedoch nicht finden. „Aufgrund der Art der tiefen Verletzungen, handelt es sich aber zweifelsfrei um Stichverletzungen.“ Die Polizei geht von einem Messer aus. Die Ermittlungen führt das Kommissariat 11.

Messerattacken sind in der Hansestadt keine Ausnahme. Ende März griff ein 75-jähriger Rentner einen 73-Jährigen mit einem Messer vor einem Café am Zob an. Das Opfer musste ebenfalls notoperiert werden. Der Täter konnte von der Polizei ermittelt werden. Außerdem kam es im April zu gleich zwei Messerstechereien an einem Tag in der Innenstadt und in Moisling.

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