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Lübeck Nach dem Studium gibt es Geld
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21:24 14.01.2016
Reinhard Meyer (SPD) will jede gute Idee fördern. Quelle: dpa

Schleswig-Holstein will Hochschulabsolventen mit einem neuen Gründerstipendium den Weg in die Selbstständigkeit ebnen. Das Angebot richte sich an Absolventen, die eine überzeugende technologie- oder wissensorientierte Idee haben mit der Perspektive für ein marktfähiges Startup-Unternehmen, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) gestern in Kiel. Dem Land dürfe keine gute Idee zwischen Wissenschaft und Wirtschaft verlorengehen, betonte Meyer. Es gelte, die Innovationskraft der heimischen Betriebe zu stärken. Meyer stellte das insgesamt eine Million Euro teure Programm — es ist zunächst auf vier Jahre befristet — mit Vertretern der Hochschulen Lübeck, Kiel und Flensburg vor. Die Hochschulen sind eingebunden. Seit Jahren streben sie eine engere Verzahnung mit der Wirtschaft an und fördern Unternehmensgründungen von Studenten vielfältig.

Ziel sei es, Studenten direkt nach dem Studienabschluss bei der Vorbereitung einer Unternehmensgründung zu unterstützen, betonte Meyer. „Stipendiaten erhalten in der Regel sechs Monate, in Ausnahmen bis zu zwölf Monate lang im Schnitt 1600 Euro.“ Außerdem stelle die jeweilige Hochschule einen Raum zur Verfügung, und Mentoren beraten die Stipendiaten. Sie sollen die Förderzeit nutzen, um erst einmal einen Businessplan zu erarbeiten — als Voraussetzung für weitere Existenzgründerförderungen. Mit dem neuen Stipendium werde eine Lücke im Fördersystem für Unternehmensgründungen geschlossen, sagte Meyer. Er erinnerte daran, dass 2011 die damalige schwarz-gelbe Landesregierung die Innovationsstiftung Schleswig-Holstein abgewickelt habe, die bereits ein ähnliches Stipendium vergeben hatte.

Prof. Thorsten Buzug, Vizepräsident der Exist Gründerhochschule der Universität zu Lübeck, sieht Potenzial insbesondere im Bereich der Medizintechnik. In Lübeck sei dies der Schwerpunkt auch wegen der Verbindung des Campus mit der Universitätsklinik.

Mit dem Förderinstrument stehe Schleswig-Holstein in einer Reihe mit 13 anderen Bundesländern, die ähnliche Unterstützungen anbieten, sagt Prof. Dirk Ludewig von der Fachhochschule Flensburg. Es gehe auch darum, dass Absolventen mit ihren Ideen nicht in andere Regionen abwanderten, weil es dort eine bessere Förderung gebe.

LN

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