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Lübeck Nach verheerendem Brand: Trauer an der Falkenwiese
Lokales Lübeck Nach verheerendem Brand: Trauer an der Falkenwiese
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20:52 05.11.2016
Im Licht des Tages kommen die schlimmen Schäden an dem Mehrfamilienhaus zum Vorschein.
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St. Jürgen

Bedrückende Stimmung in der Attendornstraße. Einen Tag nach dem verheerenden Brand in einem Mehrfamilienhaus, bei dem ein Mann sein Leben verlor, liegt immer noch starker Brandgeruch in der Luft. Nur wenige Menschen eilen durch die schmale Straße. Einige Autofahrer fahren ihre Fahrzeuge langsam am Brandort vorbei und werfen einen Blick auf das Haus.

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Im Licht des Tages kommen die schlimmen Schäden an dem Mehrfamilienhaus zum Vorschein.

Das vormals schmucke Gebäude mit der zartgelben Fassade und dem kleinen Türmchen bietet ein trauriges Bild. Verkohlte Fensterlöcher und verbrannte Dachsparren im aufgerissenen Dachgeschoss zeigen, mit welcher Kraft das Feuer gewütet hat. Auf der Treppe vor dem Haus leuchten zwei rote Grabkerzen, die jemand dort hingestellt hat. Im schmalen Vorgarten liegen Scherben, Asche und verbrannte Holzleisten.

Kurz nach 17 Uhr am Freitagnachmittag wurde die Feuerwehr zu dem Brand gerufen. Als die rund 45 Kräfte der Wachen 1 und 2 und die Freiwilligen Feuerwehren Innenstadt und Israelsdorf eintrafen, schlugen die Flammen schon meterhoch auf.

Die Rettungskräfte konnten dennoch zügig mit den Löscharbeiten beginnen. Geholfen haben dabei auch die vor rund zwei Jahren eingeführten Aufstellflächen für die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr. 2014 wurden in den Anwohnerstraßen des Quartiers Falkenwiese neue Markierungen gezogen. Autos dürfen seitdem legal teils auf dem Gehweg abgestellt werden.

Zusätzlich wurden die Buchten für die Einsatzfahrzeuge eingerichtet.

Die Anfahrt in die schmale Straße sei für die Einsatzfahrzeuge – unter anderem kamen gleich zwei Drehleitern zum Einsatz – trotzdem schwierig gewesen, sagt Matthias Müller von der Feuerwehr Lübeck.

„Durch die Buchten war es aber wenigstens möglich, beide Drehleitern fast direkt vor dem Brandort aufzustellen“, sagt Müller.

Auch die Anwohner der Attendornstraße, die die Löscharbeiten geschockt beobachteten, sind nun froh über das gegen viel Widerstand durchgesetzte Parkkonzept. „Was für ein Glück, dass die Feuerwehr Platz hatte. Das hat wirklich gut funktioniert“, sagt ein Anwohner, der nicht namentlich genannt werden möchte. Da es dennoch ein Todesopfer zu beklagen gibt, ist die Betroffenheit in dem Viertel am Tag danach dennoch groß. „Es ist furchtbar. Der arme Mann“, sagt eine Anwohnerin aus der Dorotheenstraße, die gerade ihren Hund ausführt und tief betroffen vor dem Brandhaus stehen bleibt. Sie selbst habe vom Brand gestern gar nichts mitbekommen. „Ich war nicht zu Hause und bin erst spät heimgekommen“, erzählt sie. Beim Spazierengehen auf der Hundewiese habe ihr ein Mitbewohner aus dem Quartier erzählt, was passiert ist. Von dort aus konnte sie dann schon das verbrannte Dach des Hauses sehen.      

Erst gegen acht Uhr am Sonnabendmorgen meldete die Feuerwehr offiziell „Feuer aus“. Bis dahin wurde noch regelmäßig nachkontrolliert und letzte Glutnester in den hölzernen Einschubdecken des Altbaus gelöscht.

In den vier Wohneinheiten lebten laut Polizei fünf Bewohner. Ausgebrochen ist das Feuer in der Wohnung im zweiten Stock, die genau wie die darüberliegende Dachgeschosswohnung komplett zerstört wurde.

Bei den Löscharbeiten entdeckten die Einsatzkräfte den leblosen Mann. Alle anderen Menschen, die sich zum Zeitpunkt des Feuers dort aufhielten, konnten sich unverletzt retten. Die Brandursache ist bislang ungeklärt, die Identität des Toten ist noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizei beginnt am Montag mit den Ermittlungen.

Majka Gerke

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