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Lübeck Nach zwei Jahren im Mittelmeer: „Selma-X“ macht zu Hause fest
Lokales Lübeck Nach zwei Jahren im Mittelmeer: „Selma-X“ macht zu Hause fest
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23:15 12.09.2013
Die „Selma-X“ macht wieder im Hafen von Travemünde fest. Leon, Felix und Maike Oehme sowie Birgit Stamp-Oehme waren zwei Jahre durch das Mittelmeer gesegelt. Quelle: Foto: Heiko Pump

Sie sind tausende von Kilometern gesegelt, haben hohe Wellen und sogar einen Blitzeinschlag überlebt — jetzt ist Familie Oehme wieder heil nach Lübeck zurück gekehrt. Mit großem Hallo und viel Applaus wurden sie in Travemünde von Freunden, Verwandten und ehemaligen Crewmitgliedern empfangen. Gut zwei Jahre waren Birgit Stamp-Oehme und ihre Kinder Maike, Felix und Leon mit ihrer Segelyacht „Selma-X“ rund um das Mittelmeer gesegelt. Unterstützung hatten sie dabei immer wieder von wechselnden Crewmitgliedern bekommen. Das Abenteuer fand nun in ihrem Heimathafen beim Lübecker Yacht-Club ein glückliches Ende.

Der eigentliche Star der ungewöhnlichen Reise war die 36 Fuß lange Yacht „Selma-X“. „Das Schiff hat uns sicher durch alle Widrigkeiten geführt“, freute sich Birgit Stamp-Oehme, die es sich nicht nehmen ließ, den letzten Törn der insgesamt 9500 Seemeilen langen Reise als Skipper zu segeln. Dabei passierte auf den letzten Seemeilen noch ein Malheur. Auf der Ostsee wurde die Crew von hohem Wellengang überrascht. Unter Deck purzelte das Porzellan, einige Teller und Tassen gingen so am Ende doch noch zu Bruch.

Insgesamt verlief die Reise aber ohne größere Probleme. Im Juli 2011 war das Schiff in Travemünde gestartet. 20 Etappen lagen vor der wechselnden Besatzung. Sohn Felix Oehme legte im Wesentlichen die Route fest. „Es waren immer zwischen drei und fünf Personen an Bord“, erzählt der begeisterte Segler. „Durch die Wechsel konnten fast 50 Interessierte in den Genuss kommen, im Mittelmeer zu kreuzen.“

Nach dem Start ging es durch den Ärmelkanal und die Biscaya durch die Meerenge von Gibraltar ins Mittelmeer. Weiter an der Südküste Spaniens entlang, wurde über Mallorca und Sizilien das Winterlager in Athen angesteuert. 2012 segelte die „Selma-X“ nach Istanbul, kreuzte vor Griechenland, Kroatien und Italien. Um den Absatz des Stiefels herum folgten die Küstengewässer Frankreichs und Spaniens und schließlich das nächste Winterlager in Barcelona. 2013 ging es dann über Spanien und Portugal zurück durch den Englischen Kanal nach Holland und schließlich durch den Nord-Ostsee-Kanal zurück in heimische Gewässer. Nur ein Mal wurde es während der Reise brenzlig. „Als wir im Hafen einer Insel vor Athen lagen, zog plötzlich ein schweres Gewitter auf“, erzählt Leon Oehme. „Der Blitz schlug in den Mast ein und der Windrichtungsanzeiger flog uns glühend auf das Deck.“ Zum Glück sei niemand verletzt worden, und die Schäden an Mast und Elektronik seien schnell behoben worden. Drei Tage tobte das Unwetter, und die Besatzungsmitglieder mussten nachts abwechselnd an Deck Wache halten.

Trotz der beeindruckenden Reise sind die Oehmes froh, jetzt in Travemünde vereint zu sein. Wie lange, wird sich zeigen. Denn die Seglerfamilie denkt schon wieder über eine neue Reise nach.

„Das Schiff hat uns sicher durch alle Widrigkeiten geführt.“
Birgit Stamp-Oehme

Heiko Pump

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