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Lübeck Fleischplatten, Fingerfood und Rollbraten
Lokales Lübeck Fleischplatten, Fingerfood und Rollbraten
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16:15 05.11.2018
Lehrlingswart Christian Lohff (von links) gratuliert den Platzierten des Leistungswettbewerbs: Kim Berns, Gerrit Hohn, Pascal Kunze, Danja Zeugner, Ann-Kathrin Steffen und Yamileck Castillo-Castillo. Quelle: Thomas Krohn
Travemünde

Einen küchenfertigen Rollbraten herstellen, mediterranes Fingerfood zubereiten, Rinderhinterviertel ausbeinen und zerlegen, eine Partyservice-Beratung durchführen: Die Messlatte für die Teilnehmer lag hoch. Sechs Fleischfachverkäuferinnen und Fachverkäufer sowie acht Fleischerinnen und Fleischer aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Bremen hatten sich für die Teilnahme am Leistungswettbewerb der Norddeutschen Fleischerjugend des Fleischer-Verbands Schleswig-Holstein qualifiziert. Einen Tag lang mussten sie in der Berufsbildungsstätte auf dem Priwall ihr bisher erlerntes handwerkliches Können unter Beweis stellen.

Für den Wettbewerb qualifiziert hatten sich die Teilnehmer, die allesamt in diesem Jahr ihre Gesellenprüfung beziehungsweise ihre Lehrabschlussprüfung erfolgreich absolviert hatten, über ihre Abschlussnote im praktischen Teil, die besser als 2,5 sein musste. Unter den strengen Augen der Lehrlingswarte Christian Lohff vom Fleischer-Verband Schleswig-Holstein, Dirk Hübenbecker vom Hamburger Verband sowie Berufsschullehrern und Fleischermeistern hatten die Nachwuchskräfte innerhalb einer bestimmten Zeit klar vorgegebene Aufgaben zu erfüllen.

Bei der Zubereitung von Fingerfood etwa galt es, innerhalb von 90 Minuten mundgerechte Häppchen nach dem Motto „mediterran“ zuzubereiten. Dabei waren der Fantasie der Teilnehmer keine Grenzen gesetzt. Die Jury bewertete die Leistungen nach einem Punktesystem: unter anderem für Geschmack, Würzung, den Schwierigkeitsgrad der Garnitur und die Farbabstimmung. Zudem wurde auf wirtschaftliches Arbeiten geachtet. „Sehr wichtig ist, dass wenige Speiseabschnitte produziert werden und so viel Material wie möglich verwendet wird“, erläuterte Lehrlingswart Christian Lohff aus Travemünde, der den Wettbewerb organisiert hatte. Große Fehler würden den Nachwuchskräften kaum unterlaufen, so Lohff. „Alle Teilnehmer gehören sowie zu den Besten der Gesellen. Es kommt eigentlich nur auf Kleinigkeiten an.“ So könne es schon einmal passieren, dass in der Aufregung das Salzen vergessen werde oder Gewürz fehle.

Selbstverständlich nahmen die Prüfer die kulinarischen Kreationen nicht nur in Augenschein, sondern ließen sich für ihre Beurteilung die Köstlichkeiten auch munden. Die Sieger in den jeweiligen Disziplinen erhielten jeweils 500 Euro. Die Zweitplatzierten erhielten 250 Euro, die Dritten 150 Euro. Bei den Fleischfachverkäuferinnen belegte Danja Zeugner (Niedersachsen) den ersten Platz, gefolgt von Ann-Kathrin Steffen (Schleswig-Holstein) und Yamileck Castillo-Castillo (Niedersachsen). Kim Berns (Niedersachsen) wurde als beste Fleischergesellin ausgezeichnet, vor Gerrit Hohn (Hamburg) und Pascal Kunze (Schleswig-Holstein). Alle Teilnehmer erhielten eine Urkunde mit Angabe der erreichten Punktzahl. „Die kann euch ein Leben lang begleiten und für eine Bewerbung wichtig sein“, so Lehrlingswart Lohff.

Thomas Krohn

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