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Lübeck Nächtliche Exkursion in die Wissenschaft
Lokales Lübeck Nächtliche Exkursion in die Wissenschaft
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20:22 06.06.2016
Die Mitwirkenden Dr. Andreas Bobrowski (v. l.), Torsten Bahr, Prof. Olaf Jöhren, Dr. Iris Klaßen, Franziska Scharata, Dr. Birgit Stammberger und Andrea Mahnke sind gespannt auf die „Nacht der Labore“. Quelle: Roeßler

Eins ist sicher an diesem Abend: Wer die Wahl hat, hat die Qual – was nicht wundert bei diesem großen Angebot. So werden über 300 Aktive dafür sorgen, dass es an mehr als 30 Veranstaltungsorten mit über 40 Stationen am Sonnabend, 18. Juni, reichhaltige Einblicke in die Welt der Wissenschaft und Forschung gibt.

„Sechs Stunden lang, von 18 Uhr bis Mitternacht, öffnen Hochschulen, Unternehmen und Kliniken wieder ihre Labortüren für die interessierte Öffentlichkeit“, freut sich Wissenschaftsmanagerin Dr. Iris Klaßen. Und betont zugleich, wie wertvoll so eine Offenheit und Kooperationsbereitschaft für die Wissenschaftsstadt Lübeck ist. Von der Aktionsdichte habe man das Niveau von 2014 erreicht, als die zweite Auflage der „Nacht der Labore“ über die Bühne ging – „mit rund 4500 Besuchern, und wir hoffen, diesmal die 5000er-Marke knacken zu können.“

Führungen, Vorträge, Experimente, Präsentationen und Informationen – in den Laboren und auf verschiedenen Aktionsflächen laden interaktive Angebote zum Entdecken ein. Die Bundespolizeiakademie, die Musikhochschule und der „BioMedTec“-Wissenschaftscampus mit seinen Uni-Instituten wie zum Beispiel die Anatomie und Rechtsmedizin, die Uniklinik mit unter anderem Chirurgie und Genetik sowie die Fachhochschule mit ihren Fachbereichen sind dabei.

Als Firmen beteiligen sich die Euroimmun AG sowie die Laborärztliche Gemeinschaftspraxis und erstmals das Kreativ-Labor mit Airbrush-Künstler Torsten Bahr. Auch neu in diesem Jahr: Das Haus der Wissenschaft in der Breiten Straße wird zur zentralen Anlaufstelle und Info-Drehscheibe. Ein kostenfreier Shuttle-Bus auf der Strecke Bundespolizeiakademie – Euroimmun mit 13 Haltestellen verbindet die Schauplätze miteinander und macht das Pendeln leicht.

Einer der vielen Höhepunkte dürfte wohl sein, an dem Abend einen Blick in das Uni-Forschungsgebäude CBBM werfen zu dürfen. Erst Ende Februar eröffnet, bietet der hochmoderne Bau, der 38,3 Millionen Euro teuer war, Platz für 320 Wissenschaftler. Im „Zentrum für Gehirn, Hormone und Verhalten“ sind die Forscher auf der Suche nach den Ursachen von Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht.

Dazu Prof. Olaf Jöhren, der wissenschaftliche Geschäftsführer des CBBM: „Wir bieten unter anderem zwei Führungen an; außerdem zeigen wir noch MRT-Messungen und erläutern die Bedeutung dieses bildgebenden Verfahrens für unsere Forschungen.“ Eine weitere Diagnostik, die sogenannte Elektroenzephalografie, kurz EEG, mit der Hirnströme aufgezeichnet werden können, wird das Institut für Psychologie präsentieren. „Wir hoffen, damit Ängste vor dieser Methodik abbauen zu können“, sagt Franziska Scharata.

Dass auch Geisteswissenschaften experimentelle Forschung machen, betont Dr. Birgit Stammberger vom Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck (ZKFL). „Wir widmen uns an diesem Abend den ,Pathologien des Weiblichen‘, klären somit beispielsweise über die Erfindung des Vibrators auf – und den ursprünglichen Sinn der Intimchirurgie.“

Programmflyer und Busfahrplan unter www.wissen-luebeck.de

Transfer mit Shuttle-Bus

Im „Haus der Wissenschaft“, Breite Straße 6-8, befindet sich der zentrale Anlaufpunkt an dem Abend. Dort liegen schon die Programme aus. Ein kostenfreier Bus-Shuttle verbindet ab 17.15 Uhr im 30-Minuten-Takt alle Veranstaltungsorte im Stadtgebiet. Der letzte Bus fährt um 0.15 Uhr die Strecke vom Halt Bundespolizei bis zum Halt Euroimmun; der Gegenverkehr startet um 0.10 Uhr bei Euroimmun.

Michael Hollinde

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